Tel Aviv - Archäologen haben im Norden Israels eine antike Goldmünze entdeckt. "Dies ist die schwerste und wertvollste antike Goldmünze, die je bei Ausgrabungen in Israel gefunden wurde", sagte Donald Ariel, Leiter der Münzabteilung in der israelischen Altertumsbehörde. Das Geldstück sei 191 vor Christus in Alexandria geprägt worden - während des Syrisch-Römischen Krieges, der von 192 bis 188 in Griechenland, Kleinasien und der Ägäis tobte.
Es sei äußerst selten, in Israel ptolemäische Münzen zu finden, die nach Beginn der seleukidischen Herrschaft im Jahre 198 vor Christus geprägt wurden, sagte Ariel. Zuvor war Israel Teil des Reichs der Ptolemäer - jenes Herrschergeschlechts, das von Ptolemäus I., einem General Alexanders des Großen, gegründet worden war und rund drei Jahrhunderte lang über Ägypten herrschte.
Auf der jetzt entdeckten Münze sei das Bildnis einer Königin zu sehen, teilte die Altertumsbehörde am Donnerstag mit. Es handele sich dabei offenbar um Arsinoe II., einer Tochter von Ptolemäus I. Das Geldstück wiegt den Angaben zufolge 27,71 Gramm - sechsmal so viel wie normale antike Goldmünzen.
"Sie war offenbar nicht für den alltäglichen oder kommerziellen Gebrauch bestimmt, sondern hatte eine symbolische Funktion", sagte Ariel. Möglicherweise habe man die Münze anlässlich einer feierlichen Zeremonie zu Ehren Arsinoes hergestellt, die noch zu Lebzeiten zur Göttin erklärt wurde. Auf der Rückseite der Münze ist ein doppeltes Füllhorn zu sehen - als Symbol für die Herrscherin, die als Göttin der Ägypter und Griechen verehrt wurde.
boj/dpa
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