
Lärm auf der Straße, auf Schienen oder in der Luft: Arbeitsring plant "Tag der Rühe"
Bochum - "Die rot-grüne Bundesregierung tut bislang fast nichts gegen den anschwellenden Verkehr auf Straßen, Schienen und in der Luft", sagte der DAL-Vorsitzende und Bochumer Umwelt-Psychologe Prof. Rainer Guski der dpa. Mit dem 3. bundesweiten "Tag für die Ruhe" will die DAL am kommenden Mittwoch gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) auf die "Verlärmung" der Lebenswelt aufmerksam machen.
Gegen den "alten Lärm" an lange bestehenden Straßen und Schienenwegen gebe es überhaupt keinen rechtlichen Schutz, sagte Guski. Erst in jüngerer Zeit sei bei Neubauten von Verkehrswegen Lärmschutz vorgeschrieben. Der anschwellende Flugverkehr tue ein Übriges, um den gesundheitsgefährdenden Lärm zu verstärken.
"Dabei machen uns vor allem die so genannten Tagesrandzeiten zwischen 18 und 22 Uhr sowie morgens zwischen fünf und sechs Uhr Sorgen", betonte Guski. Diese gesetzlich bislang nicht geschützten Zeiten würden von den Fluggesellschaften verstärkt für interkontinentale Verbindungen genutzt. "Dabei ist die Bevölkerung zu diesen Zeiten besonders ruhebedürftig." Guski forderte die Bundesregierung auf, dies bei der geplanten Novellierung des aus den sechziger Jahren stammenden Fluglärmgesetzes zu berücksichtigen.
Beim "Tag für die Ruhe" am kommenden Mittwoch (12. April) haben die Lärmschützer bundesweit Aktionen geplant. Um 14.15 Uhr soll an möglichst vielen Orten der Republik für 15 Sekunden Ruhe herrschen.
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