28. Januar 2003, 12:40 Uhr

US-Untersuchung

Ground Zero machte viele Helfer krank

Die Helfer, die am Ground Zero Trümmer beseitigten, bezahlten ihren Einsatz oft mit Gesundheitsproblemen. Die Mehrzahl litt, so eine Studie, noch nach Monaten an physischen und psychischen Beschwerden.

Aufräumarbeiten am Ground Zero: "Alarmierende" gesundheitliche Folgen
AP

Aufräumarbeiten am Ground Zero: "Alarmierende" gesundheitliche Folgen

Knapp ein Jahr nach den New Yorker Terroranschlägen hatte noch über die Hälfte der Ground-Zero-Helfer mit den gesundheitlichen Folgen der Aufräumarbeiten zu kämpfen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Mount Sinai Medical Center in New York, die jetzt vorgestellt worden ist.

Der Untersuchung zufolge litten 52 Prozent der Einsatzkräfte, die monatelang die Trümmer des World Trade Center abgetragen hatten, an Hals-, Nasen- oder Ohrenbeschwerden; 46 Prozent zeigten Symptome von Lungenkrankheiten. Bei 52 Prozent stellten die Mediziner posttraumatische Störungen oder andere psychische Auswirkungen fest.

Die Studie umfasst eine zufällig ausgewählte Gruppe von 250 Helfern, die im Juli und August 2002, also knapp ein Jahr nach der Katastrophe, untersucht worden waren. Im Rahmen eines fortlaufenden staatlichen Forschungsprogramms am Mount Sinai Medical Center sollen bis zum Sommer rund 9000 der geschätzten 30.000 Freiwilligen auf Krankheiten getestet werden.

Der verantwortliche Arzt Robin Herbert bezeichnete die Ergebnisse als "alarmierend" und drängte auf die Fortsetzung der Untersuchungen. Die US-amerikanische Regierung hat bis jetzt 12 Millionen Dollar für das Forschungsprogramm zur Verfügung gestellt.


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