Rochester - Das Abschalten des Handys gehört zum Standardprogramm für Krankenhaus-Besucher. Doch das seit Jahren bestehende, für Patienten und ihre Angehörigen mitunter lästige Mobilfunk-Verbot ist überflüssig. Das zumindest besagen die Ergebnisse einer Studie an der renommierten Mayo Clinic in Rochester (US-Bundesstaat Minnesota).
Handy-Benutzer: Verbot in Krankenhäusern offenbar überflüssig
Tri und seine Kollegen befürworten weitere Untersuchungen, um ihre eher als Stichprobe anzusehende Studie abzusichern. Doch liefen die Ergebnisse wohl darauf hinaus, das Handyverbot in Krankenhäusern zu lockern. Als Reaktion auf die Studie überprüft die Mayo Clinic nun das Handyverbot auf ihrem Gelände, berichtet David Hayes, einer der Autoren der Studie.
In einem Kommentar zeigt sich der Anästhesist John Abenstein von der Mayo Clinic beruhigt, dass Handys offenbar nur ein geringes Risiko für die Funktion medizinischer Geräte haben. Allerdings gibt er zu bedenken, dass es weitaus mehr Handymodelle und auch Medizingeräte gibt, als in der Untersuchung getestet wurden. Störeinflüsse seien daher nicht auszuschließen, wenngleich sich die Hinweise verdichteten, dass ein Handygebrauch in gutem Abstand zu einem medizinischen Gerät keinen Schaden anrichte.
mbe/ddp
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH