Ägypten Archäologen entdecken 4400 Jahre alte Gebäude

Sie wurden als Verwaltungsgebäude für Minenarbeiter genutzt: Forscher haben Ruinen aus der fünften Dynastie des alten Ägypten entdeckt.

4400 Jahre alte Ruine
AFP/ EGYPTIAN MINISTRY OF ANTIQUITIES

4400 Jahre alte Ruine


Archäologen haben in Ägypten die Überreste von zwei mehr als 4400 Jahre alten Gebäuden von Minenarbeitern entdeckt. Der Fund wurde von Forschern aus Ägypten und den USA in der Region Tal Edfu nördlich von Assuan gemacht, wie das Antiken-Ministerium am Donnerstag mitteilte.

Eines der Gebäude stammt demnach aus der Zeit von Pharao Djedkare Isesi aus der fünften Dynastie, er regierte Ägypten von 2381 bis 2353 vor Christus. Das zweite Gebäude wurde den Angaben zufolge während der sechsten Dynastie erbaut, die von 2323 bis 2135 vor Christus dauerte.

Beide Gebäude hätten viele Räume und seien noch nicht vollständig erforscht, sagte ein Vertreter des Antiken-Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Sie seien als Verwaltungsgebäude für die Minenarbeiter genutzt worden, die damals in der Arabischen Wüste Gold, Kupfer und Edelsteine abgebaut hätten. Zudem handele es sich um die ältesten archäologischen Funde in Edfu, sagt der Sprecher.

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Die Archäologen fanden in den Gebäuden zahlreiche Siegel und einen Schriftwechsel zwischen Beamten und dem Pharao. In der Nähe von Assuan entdeckten ägyptische Forscher zudem eine 40 Zentimeter hohe und 27 Zentimeter breite Grabplatte aus Kalkstein.

Im Tempel von Kom Ombo wurden demnach auch eine 25 Zentimeter große Kalksteinfigur eines hockenden Menschen und zwei Statuen des Gottes Horus entdeckt.

Ägypten hatte kürzlich die Erlaubnis für mehrere archäologische Projekte gegeben. Damit verbunden ist die Hoffnung auf neue Entdeckungen, die wieder mehr Touristen in das Land bringen könnten, das in den vergangenen Jahren von mehreren blutigen Anschlägen heimgesucht wurde. Erst kürzlich wurden öffentlichkeitswirksam im berühmten Tal der Könige zwei Gräber geöffnet und die Funde präsentiert - darunter war auch die Mumie eines hohen Beamten.

boj/AFP



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