Von Angelika Franz
+++ Qualvolles Sterben im alten Ägypten +++
Doch die Forscher um Andrew Wade von der University of Western Ontario fanden nicht nur die Wunden, sondern auch die Spuren einer zahnärztlichen Behandlung. Zwischen zwei Backenzähnen steckte ein kleines Leinenbündel, wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des "International Journal of Paleopathology" berichten. In einen der angrenzenden Molaren hatte der Karies ein tiefes Loch gefressen. Das Leinenpäckchen hielt zum einen Speisereste von dem Loch fern, zum anderen war es wohl auch mit schmerzstillenden Substanzen getränkt - wie zum Beispiel Feigensaft oder Zedernöl.
Über das Leben des Mannes ist nur wenig bekannt. Im Jahr 1859 brachte der Geschäftsmann und Politiker James Ferrier die Mumie ohne Sarkophag nach Montreal. Die sorgfältige Einbalsamierung lässt aber noch den Schluss zu, dass der Mann aus einer wohlhabenden Familie stammte. Zahnprobleme waren im alten Ägypten nicht ungewöhnlich. Schuld daran war das nur grob gemahlene Getreide.
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