Andere Sichtungen klingen da seriöser. Sie stammen zum großen Teil von Polizisten und Piloten, die auf dem Radar vermeintliche Ufos ausmachten. Außerdem gebe es Sichtungen mit mehreren "Zeugen", sagte Ufo-Experte Nick Pope, der lange für das Verteidigungsministerium arbeitete. So blieben auf der Waterloo-Brücke in London einst mehrere Menschen stehen, um ein vermeintliches Ufo in der Form einer Untertasse zu begutachten. Doch statt um unidentifizierte Flugobjekte handelte es sich nach Angaben von Pope um banalere Phänomene - wie Flugzeuglichter, brennenden Raumfahrtschrott, Wetterballons oder ungewöhnliche Wolkenformationen.
Obwohl es Hunderte Berichte über angebliche Begegnungen mit Ufos oder Außerirdischen gab, waren die Beamten offensichtlich nicht beeindruckt: "Es gibt mit Sicherheit keine Beweise, dass Außerirdische auf diesem Planeten gelandet sind", steht in einer Akte. Eine Anmerkung aus dem Jahr 1979 lautet schlicht: "Die Regierung Ihrer Majestät wurde niemals von Außerirdischen kontaktiert."
So sieht dies auch David Clarke, ein britischer Ufo-Experte, der die Veröffentlichung der Dokumente auf dem Server des Nationalarchivs mit vorbereitet hat. Es gebe keinen einzigen Beweis dafür, dass ein außerirdisches Flugobjekt die Insel erreicht habe, sagte er. "Sie haben nichts Derartiges entdeckt, nicht mal ein Fitzelchen. Das ist alles, was wir sagen können."
lub/chs/hda
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