Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Karte gibt Hinweis auf verschwundene Siedler

Von Angelika Franz

3. Teil: +++ Ballspiel als Indikator für komplexe Gesellschaften +++

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Frühe Kulturen Mesoamerikas: Alle ballaballa!
Ob eine Gesellschaft erst dann Erfolg haben kann, wenn sie Fußballvereine aufweist, sei dahingestellt. Für die Kulturen Mesoamerikas aber zumindest galt, dass rituelle Ballspiele eng mit der Entwicklung komplexer Gesellschaften verbunden waren. Die großen Städte Mesoamerikas verfügten stets über mehrere große Ballspielplätze, die Eingänge zur Unterwelt repräsentierten. Die Kostüme der Spieler hatten Bezüge zu Leben und Tod, Sterblichen und Göttern sowie Sonne und Mond. Oft endeten die Spiele um einen Gummiball mit der Opferung von Spielern.

Von den Olmeken wissen die Forscher, dass sie bereits früh rituelle Ballspiele praktizierten. Dass auch die Mixteken der Region Oaxaca bereits zwischen 1400 und 1700 komplexe Regeln und Kostüme für das Spiel mit dem Gummiball hatten, zeigt nun der Fund einer kleinen Ballspieler-Figur aus der Mixteca-Alta-Region in Oaxaca, die Jeffrey Blomster von der George Washington University in einem Aufsatz im Fachmagazin "Proceedings of the National Academies of Sciences" vorstellt. Auch wenn es möglicherweise noch keine so frühen Ballspielplätze bei den Mixteken gab, waren zumindest das Spiel selbst und die zugehörigen Kostüme ein fester Bestandteil der Kultur.

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1. "Stern" ist Symbol für Fort
Alimentator 02.05.2013
Zitat von sysopEine neue Untersuchung der Karte hat nun eine versteckte Markierung zu Tage gebracht, die mit einem kleinen Stück Papier überklebt war: einen blau-roten Stern. ... Neben dem Symbol für ein Fort scheinen dort Pläne für eine größere Siedlung gemalt worden zu seinArchäologie: Karte gibt Hinweis auf Verbleib der Roanoke-Siedler - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,832516,00.html)
Der "Stern" ist das Symbol für ein Fort. Das erste Symbol war offensichtlich viel zu groß, daher hat man die Stelle mit einem Papier überklebt und genau das gleiche Symbol kleiner gemalt, damit die Siedlung (die ich übrigens nicht erkennen kann) noch daneben passt. Anscheinend war man diesmal vorsichtiger und hat einen Entwurf mit "Zaubertinte" vorgemalt - der dann später verworfen wurde.
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Archäologische Methoden der Datierung
Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.