Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Karte gibt Hinweis auf verschwundene Siedler
5. Teil: +++ Kampf dem Rost +++
Industriearchäologen haben einen ganz besonderen Feind: Rost! Denn viele ihrer Artefakte bestehen aus Eisen - und sind damit anfällig für Korrosion. Tim Scarlett von der Michigan Technological University arbeitet an Methoden, das Metall rostfrei zu konservieren. "Eisen alleine ist unglücklich" erklärt Scarlett sein Forschungsmaterial. "Es ist instabil. Es ist viel glücklicher, wenn es sich mit anderen Atomen zu chemischen Verbindungen zusammenschließen kann." Wenn Wasser und Sauerstoff vorhanden sind, entstehen daher verschiedene Eisenoxide und -hydroxide - auch bekannt als Rost.
Die Konservierung ist ein schwieriges Unterfangen: "Für alle archäologischen Relikte gilt: Wir dürfen die Materialstruktur nicht verändern, auch nicht die chemische Zusammensetzung oder das Aussehen. Und die Konservierung muss auf ewig haltbar sein, billig, schnell und sicher. Oh ja, und sie muss umkehrbar sein, so dass der Originalzustand des Artefakts jederzeit wiederherstellbar ist", beschreibt Scarlett seine Aufgabe.
Die Museen sind voll von Artefakten, an denen Konservatoren der Vergangenheit neue Methoden ausprobierten - die sich dann aber nach Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten als äußerst zerstörerisch für die Objekte erwiesen.
Derzeit arbeitet Scarlett an einer Technik, Wasser, das sich in winzigen Poren in Eisen-Gegenständen festgesetzt hat, durch gepresstes Kohlendioxid zu ersetzen. Außerdem entwickelt er eine Beschichtung aus Polymeren, die verhindern soll, dass weiteres Wasser in die Artefakte eindringt und sie rosten lässt.
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- Sonntag, 13.05.2012 – 11:57 Uhr
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