Archäologie Sachsen-Anhalt war zur Bronzezeit voller als heute

Ein Dutzend Siedlungen aus der Bronzezeit auf engstem Raum - Archäologen haben in Sachsen-Anhalt beeindruckende Spuren der Vergangenheit ausgegraben. Das verblüffende Fazit der Forscher: Die Gegend war vor Tausenden von Jahren dichter besiedelt als heute.

dapd

Halle - Der Boden Mitteldeutschlands birgt für Archäologen immer wieder Überraschungen - die Himmelsscheibe von Nebra zum Beispiel, das Sonnenobservatorium von Goseck oder die Spuren einer hiesigen Variante von Stonehenge. Neben den spektakulären Entdeckungen gibt es aber zahllose weitere Fundstücke aus mehreren Jahrtausenden, die meist bei großen Bauprojekten ans Licht kommen.

So ist es auch diesmal. Die Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie in Halle haben eine Zwischenbilanz der Ausgrabungsarbeiten entlang der neuen Bundesstraße B6n gezogen. Die Neubautrasse verläuft vom niedersächsischen Teil des Harzes zur Autobahn A9 im Osten von Sachsen-Anhalt - und über historisch wertvolles Terrain. Allein auf einem zehn Kilometer langen Abschnitt im Raum Köthen stießen die Archäologen dabei auf 15 spätbronzezeitliche Siedlungen.

"Die Gegend war damals offensichtlich dichter besiedelt als heute. Der Boden muss sehr fruchtbar gewesen sein", sagte der Sprecher des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, Alfred Reichenberger. Bis zu 250 Mitarbeiter gleichzeitig suchten nach den Relikten der Vorzeit. Dabei fanden sie reich ausgestattete Gräber aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit.

In den bis zu gut 4000 Jahre alten Gräbern bargen sie unter anderem Pfeilspitzen, Glockenbecher, Armschutzplatten für Bogenschützen und bronzezeitliche Nadeln. Die Experten hoffen außerdem auf weitere Funde. Momentan seien im Umfeld von Köthen vier bis fünf Grabungsteams mit jeweils einem Archäologen und zehn bis zwölf Mitarbeitern im Einsatz, erklärte das Landesamt.

chs/dpa



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Seite 1
Klo, 21.10.2010
1. Glaub ich sofort!
Zitat von sysopEin Dutzend Siedlungen aus der Bronzezeit auf engstem Raum -*Archäologen haben in Sachsen-Anhalt beeindruckende Spuren der Vergangenheit ausgegraben. Das verblüffende Fazit der Forscher: Die Gegend war vor Tausenden von Jahren dichter besiedelt als heute. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,724392,00.html
Wer möchte das auch bestreiten?
harrybr 21.10.2010
2. & wenn
Zitat von sysopEin Dutzend Siedlungen aus der Bronzezeit auf engstem Raum -*Archäologen haben in Sachsen-Anhalt beeindruckende Spuren der Vergangenheit ausgegraben. Das verblüffende Fazit der Forscher: Die Gegend war vor Tausenden von Jahren dichter besiedelt als heute. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,724392,00.html
jetzt noch rauskommt das die gesächselt haben ...au weia
retmar 21.10.2010
3. ....
Zitat von sysopEin Dutzend Siedlungen aus der Bronzezeit auf engstem Raum -*Archäologen haben in Sachsen-Anhalt beeindruckende Spuren der Vergangenheit ausgegraben. Das verblüffende Fazit der Forscher: Die Gegend war vor Tausenden von Jahren dichter besiedelt als heute. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,724392,00.html
Ja Früher! Da war diese Gegend auch noch das Land der Ausgeschlafenen, siehe die Nebraer Himmelsscheibe. Heutzutage ist man dort wahnsinnig stolz darauf, das Land der Frühaufsteher zu sein. Als ob das noch was bringen würde. Schade eigentlich, aber wohlverdient. Vor allem in Hölle an der Saale.
sysiphus, 21.10.2010
4. Korrektur
Zitat von harrybrjetzt noch rauskommt das die gesächselt haben ...au weia
In Sachsen-Anhalt wird ebenso wenig gesächselt wie in Niedersachsen. Dieses künstliche Gebilde besteht zum größten Teil aus ehemaligen preußischen Provinzen, darunter auch der Provinz Sachsen. Die hatte aber nichts mit dem Königreich Sachsen zu tun, welches heute vom Freistaat abgebildet wird und der Kulturträger des ungeliebten sächsischen Dialektes ist. Ansonsten scheint der Artikel nur meinen Eindruck zu bestätigen, dass es in Sachsen-Anhalt stetig bergab geht. Das dieser Trend aber schon seit der Jungsteinzeit besteht war mir neu... Jedenfalls ist die Entökonomisierung und der demographische Verlust des Landes während der letzten 20 Jahre nur noch mit den Verheerungen des 30jährigen Krieges vergleichbar. Ein Albtraum.
flummiflu 21.10.2010
5. ***
Zitat von sysopEin Dutzend Siedlungen aus der Bronzezeit auf engstem Raum -*Archäologen haben in Sachsen-Anhalt beeindruckende Spuren der Vergangenheit ausgegraben. Das verblüffende Fazit der Forscher: Die Gegend war vor Tausenden von Jahren dichter besiedelt als heute. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,724392,00.html
...und hatte damals sicher auch eine größere Wirtschaftskraft als heute!
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