Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Tierarzt verflucht, Schatz versteckt

Von Angelika Franz

3. Teil: +++ Pilgerstätte für kranke Inka +++

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Inka: Hoffen auf Heilung in Pachacamac
Pilgerten die kranken Inka nach Pachacamac? Diese Frage stellen sich belgische Forscher nach neuesten Funden an der Stätte, die an der Pazifikküste rund dreißig Kilometer von Lima entfernt liegt. Sie entdeckten ein Massengrab aus der Zeit um das Jahr 1000. In der etwa 20 Meter langen Kammer lagen mehr als 70 Mumien. An den Skeletten konnten die Ausgräber häufig Spuren von schweren Verletzungen oder Krankheiten beobachten. Das fiel auch bei früher ausgegrabenen Toten in Pachacamac auf: Die Krankenrate war an diesem Ort außergewöhnlich hoch.

Die Funde bestätigen Hinweise in den historischen Quellen, dass Pachacamac tatsächlich eine Pilgerstätte für Kranke war, die hier auf Heilung hofften. Für die Toten aus dem Massengrab kam offensichtlich jede Hilfe zu spät. Sie bekamen aber reiche Beigaben mit ins Grab. Die Archäologen fanden jede Menge Keramik, Kupfer- und Goldschmuck, Totenmasken aus Holz und geopferte Hunde und Meerschweinchen.

Alle Altersklassen sowie beiderlei Geschlecht waren unter den Mumien vertreten, wobei die Forscher viele mumifizierte Babys und Kleinkinder fanden. Ein Dutzend Neugeborene lagen um den Rand herum verteilt begraben - mit den Köpfen zum Grab gewandt. Derzeit untersuchen die Ausgräber, ob die Säuglinge vielleicht geopfert wurden. Im Labor wollen die Forscher auch klären, ob die Toten alle zu einer großen Familie gehörten, woher sie kamen und was die unterschiedlichen Todesursachen waren.

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insgesamt 28 Beiträge
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1. was
aotearoa 27.05.2012
zur hölle haben belgische forscher für ein recht, die totenruhe eines volkes zu stören, das einen kontinent entfernt liegt??? wie wärs mal wenn südameriner, afrikaner, asiaten einfach mal in ihre nachbarschaft einfielen, rumgraben, knochen hochhalten und schlaue sprüche absondern. wir leben immer noch im imperialismus. oder schlimmerem. krank.
2. Woran scheitert es bei ihnen wohl?
n.holgerson 27.05.2012
Zitat von aotearoazur hölle haben belgische forscher für ein recht, die totenruhe eines volkes zu stören, das einen kontinent entfernt liegt??.... wir leben immer noch im Imperialismus. oder schlimmerem. krank.
Haben sie nur wenig Bildung, keine Ahnung oder wollen sie nur auf sich aufmerksam machen? Schon ihre Wortwahl sagt so einiges über sie aus! Aber ich helfe ja gerne.... "haben belgische forscher für ein recht, die totenruhe eines volkes zu stören, das einen kontinent entfernt liegt??" Da scheinen sich bei ihnen schon die ersten großen Lücken "aufzutun". Erstmal zu ihrer Frage nach dem "kontinent". In der Wissenschaft ist das Wissen und Können relevant. Gerade Fakten wie Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Nationalität sollen ja keine Rolle spielen! Jeder halbwegs intelligente Mensch kann dies auch nachvollziehen. Wenn man z.B. vor einer Operation steht würde man ja auch immer den sehr guten Arzt dem absolut schlechten Vorziehen. Da würde man ja z.B. auch nicht nach dem Geschlecht fragen! Dann noch ihre Frage nach dem "ein recht". Ja ist auch nicht so schwierig, wenn man man nachdenkt. Jedes Land hat entsprechende Gesetzte, Vorschriften.... Jetzt wird es für mich schwierig, weil ich mich nicht in sie rein versetzten kann, weil woran scheitert es nur bei ihnen? "wie wärs mal wenn südameriner, afrikaner, asiaten einfach mal in ihre nachbarschaft einfielen, rumgraben, knochen hochhalten und schlaue sprüche absondern" Wie wäre dies? Wenn diese Personen die persönlichen Voraussetzungen für eine Grabung haben und die nötigen formellen Vorschriften einhalten (z.B. Genehmigungen)... dann würde jeder Archäologe in Deutschland zu denen sagen "Herzlich Willkommen lieber Kollege!". Und die Bevölkerung würde sich sich über die Funde bzw. Erkenntnisse freuen! Aber es geht noch weiter. Wir leben noch im "Imperialismus". Haben sie überhaupt die geringste Ahnung von was sie schreiben? Die meisten Länder haben weder die Kapazitäten, die Gelder... um entsprechende Forschungen durchzuführen. Anderseits haben sie ihre nationalen Gesetze entsprechend gestaltet, dass ausl. bzw. innl. Forscher entsprechend arbeiten zu können. Fakt ist aber, in 99,99 Prozent der Fälle bleiben die Funde auch im entsprechenden Land (gesetz. verankert). Wenn sich dann z.B. ausl. Forscher bereit erklären, mit entsprechenden eigenen Gelder Forschungsarbeit zu leisten, wo soll dann das Problem sein...?
3. Israeliten waren Kananiten
johannes.kepler 27.05.2012
Wie Israel Finkelstein und viele anderen Archäologen schon gut genug dokumentiert haben, gab es keine massive "jüdische" Eroberung Kanaans gegen 1300 vor Christus. Die Israelis waren eigentlich hauptsächlich Kananiten. Selbst ihre Sprache, Hebräisch, ist dem Phönizischen (Nordkananitisch) näher als Hochdeutsch dem Bairischen. Hier wird über Archäologie geredet, aber eine Meinung vertreten, die eher orthodoxe Juden und manche urkonservative Christen vertreten.
4. Selten so gelacht....
n.holgerson 27.05.2012
Zitat von johannes.keplerWie Israel Finkelstein und viele anderen Archäologen schon gut genug dokumentiert haben, gab es keine massive "jüdische" Eroberung Kanaans gegen 1300 vor Christus. Die Israelis waren eigentlich hauptsächlich Kananiten. Selbst ihre Sprache, Hebräisch, ist dem Phönizischen (Nordkananitisch) näher als Hochdeutsch dem Bairischen. Hier wird über Archäologie geredet, aber eine Meinung vertreten, die eher orthodoxe Juden und manche urkonservative Christen vertreten.
Wollten sie sich wichtig machen? Worauf beziehen sie ihre Aussage? Wohl auf dieses Zitat im Artikel "Der Schatz aus Gold und Silber lag in der Hofecke eines Wohnhauses vergraben und wurde dort vor etwa 3100 Jahren versteckt - rund 150 Jahre, bevor die Israeliten schließlich das Land Kanaan eroberten." Also, aus dem letzten Teil eines Satzes machen sie so einen Aufstand? Mal abgesehen davon, dass es von der "Landnahme Kanaans" diverse Modelle gibt und auch die Auffassung vom Archäologen Finkelstein "nur" eine Auffassung ist, geht doch ihre Beitrag vollkommen am Thema vorbei. Fakt ist, wer lesen kann und das gelesene auch versteht, der weiß doch genau worum es dem Autor ging! Erstens wollte er eine Zahl nicht ohne "historischen" Bezug im Raum stehen lassen, zweitens konnte er so auch darstellen, welche, ganz weit gefasste, "Kultur" in Zeit, in diesem Land,.. vorherrschte... Wie gesagt, sie können die Autor Ungenauigkeit vorwerfen. Sie können ihm vorhalten, dass es heute verschiedenen Modelle der Landnahme gibt... sicher alles richtig. Nur ist dies im diesem Zusammenhang ziemlich sinnfrei. Weiterhin scheint ja gerade aus ihrem letzten Satz ziemlich klar zu sein, um was es ihnen tatsächlich geht. Sie spielen sich auf. Der Schluss den sie in diesem Satz ziehen bzw. die Schlussfolgerung zum Autor bzw. Artikel sind doch ein Witz.
5. sie haben recht!
aotearoa 27.05.2012
Zitat von n.holgersonHaben sie nur wenig Bildung, keine Ahnung oder wollen sie nur auf sich aufmerksam machen? Schon ihre Wortwahl sagt so einiges über sie aus! Aber ich helfe ja gerne.... "haben belgische forscher für ein recht, die totenruhe eines volkes zu stören, das einen kontinent entfernt liegt??" Da scheinen sich bei ihnen schon die ersten großen Lücken "aufzutun". Erstmal zu ihrer Frage nach dem "kontinent". In der Wissenschaft ist das Wissen und Können relevant. Gerade Fakten wie Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Nationalität sollen ja keine Rolle spielen! Jeder halbwegs intelligente Mensch kann dies auch nachvollziehen. Wenn man z.B. vor einer Operation steht würde man ja auch immer den sehr guten Arzt dem absolut schlechten Vorziehen. Da würde man ja z.B. auch nicht nach dem Geschlecht fragen! Dann noch ihre Frage nach dem "ein recht". Ja ist auch nicht so schwierig, wenn man man nachdenkt. Jedes Land hat entsprechende Gesetzte, Vorschriften.... Jetzt wird es für mich schwierig, weil ich mich nicht in sie rein versetzten kann, weil woran scheitert es nur bei ihnen? "wie wärs mal wenn südameriner, afrikaner, asiaten einfach mal in ihre nachbarschaft einfielen, rumgraben, knochen hochhalten und schlaue sprüche absondern" Wie wäre dies? Wenn diese Personen die persönlichen Voraussetzungen für eine Grabung haben und die nötigen formellen Vorschriften einhalten (z.B. Genehmigungen)... dann würde jeder Archäologe in Deutschland zu denen sagen "Herzlich Willkommen lieber Kollege!". Und die Bevölkerung würde sich sich über die Funde bzw. Erkenntnisse freuen! Aber es geht noch weiter. Wir leben noch im "Imperialismus". Haben sie überhaupt die geringste Ahnung von was sie schreiben? Die meisten Länder haben weder die Kapazitäten, die Gelder... um entsprechende Forschungen durchzuführen. Anderseits haben sie ihre nationalen Gesetze entsprechend gestaltet, dass ausl. bzw. innl. Forscher entsprechend arbeiten zu können. Fakt ist aber, in 99,99 Prozent der Fälle bleiben die Funde auch im entsprechenden Land (gesetz. verankert). Wenn sich dann z.B. ausl. Forscher bereit erklären, mit entsprechenden eigenen Gelder Forschungsarbeit zu leisten, wo soll dann das Problem sein...?
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