Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Tutanchamuns geheimnisvolle Mutter

Von Angelika Franz

2. Teil: +++ Viktorianische Verbesserungen +++


Viktorianische Verbesserungen

Im viktorianischen Zeitalter erlebte die britische Gesellschaft große Umwälzungen. Die industrielle Revolution rollte voran, und zwischen 1831 und 1901 verdoppelte sich die Einwohnerzahl Großbritanniens fast von 24 Millionen auf 41,5 Millionen.

Auf dem Gelände der Seething Wells Hall of Residence der Kingston University konnten Archäologen nun einen Blick in das Londoner Vorortleben dieser Jahre werfen. In Seething Wells stand ab 1852 ein Wasserwerk - damals eine Neuheit. "Das Werk ist von besonderer historischer Bedeutung, weil es entscheidend die Lebensqualität der Londoner verbesserte", erklärt Archäologin Helen Wickstead in einer Pressemitteilung der Kingston University. "Es versorgte sie mit klarem, gefiltertem Wasser, nachdem zuvor die Cholera in der Stadt gewütet hatte."

Auf dem Gelände lag außerdem ein Garten. "Diente er den Menschen zur Erholung? War er rein dekorativ und nur den Privilegierten vorbehalten oder wurden hier tatsächlich Nutzpflanzen angebaut?", fragte sich Wickstead. "Es war eine Zeit des großen sozialen Umbruchs, also waren wir ganz gespannt, was wir unter dem Rasen finden würden." In der Tat wurde der Garten wohl schon in viktorianischer Zeit öffentlich genutzt.

Aus den Jahren des Zweiten Weltkriegs fanden die Ausgräber dann Metallschildchen mit Pflanzennamen - sie steckten einst in Beeten von Kleingärtnern, die hier auf ihren Parzellen mit selbst angebautem Gemüse die schmale Kriegskost aufbesserten. Doch auch ungewöhnliche Funde können die Ausgräber vorzeigen. Im Kiesbett eines Weges fanden sie einen Splitter Flint - wahrscheinlich von der Produktion von Steinwerkzeugen in der Jungsteinzeit. Zu den schönsten Funden zählt eine Scherbe viktorianisches Porzellan. Darauf sind zwei feine Herren abgebildet. "Ich stelle mir gerne vor, dass einer der beiden James Simpson ist, der das erste Wasserfiltersystem Londons erfunden hat", sagt Wickstead.

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insgesamt 16 Beiträge
Meskiagkasher 17.02.2013
Versteh ich nicht. Die letzthin veröffentlichten DNA-Analysen zeigen Tutanchamun als Sohn Echnatons und "Younger Lady", die eine nahe Verwandte Echnatons war. Nofretete jedoch war keine Ägypterin sondern eine [...]
Versteh ich nicht. Die letzthin veröffentlichten DNA-Analysen zeigen Tutanchamun als Sohn Echnatons und "Younger Lady", die eine nahe Verwandte Echnatons war. Nofretete jedoch war keine Ägypterin sondern eine ausländische Prinzessin. Also irgendwas stimmt da nicht...
eschoe 17.02.2013
Das ist nicht wissenschaftlich belegt, sondern lediglich eine von mehreren Annahmen. Eine andere Theorie besagt, dass Nofretete auch eine Tochter Amenophis III. sein könnte. Demnach wäre eine Verwandschaft zu Echnaton [...]
Zitat von MeskiagkasherVersteh ich nicht. Die letzthin veröffentlichten DNA-Analysen zeigen Tutanchamun als Sohn Echnatons und "Younger Lady", die eine nahe Verwandte Echnatons war. Nofretete jedoch war keine Ägypterin sondern eine ausländische Prinzessin. Also irgendwas stimmt da nicht...
Das ist nicht wissenschaftlich belegt, sondern lediglich eine von mehreren Annahmen. Eine andere Theorie besagt, dass Nofretete auch eine Tochter Amenophis III. sein könnte. Demnach wäre eine Verwandschaft zu Echnaton (=>Amenophis IV.) durchaus möglich.
anchesenamun 17.02.2013
Nofretete eine ausländische Prinzessin? Teje-Tjj (Taemwadjesi)und Aja sollen nach DNS-Analysen die Eltern sein.
Nofretete eine ausländische Prinzessin? Teje-Tjj (Taemwadjesi)und Aja sollen nach DNS-Analysen die Eltern sein.
thea666 17.02.2013
Echnaton und Nofretete haben sich in unzähligen Bildern mit ihren 6 Töchtern abbilden lassen. Wenn Tut Anch Amun also der legitime Sohn der beiden gewesen wäre gäbe es sicher irgendwo auch ein Bild auf dem er mit dem Pharaonenpaar [...]
Echnaton und Nofretete haben sich in unzähligen Bildern mit ihren 6 Töchtern abbilden lassen. Wenn Tut Anch Amun also der legitime Sohn der beiden gewesen wäre gäbe es sicher irgendwo auch ein Bild auf dem er mit dem Pharaonenpaar abgebildet ist. Als Thronfolger wäre er mit Sicherheit irgendwo mit der Familie zusammen abgebildet worden zumal Söhne wichtiger als Töchter waren. Aber das ist nicht der Fall. Da will nur wieder jemand mit einer These Aufmerksamkeit erregen....
ostborn 17.02.2013
Das legt den Schluss nahe, dass N. ein Kind Eje's mit einer früheren Frau ist. Unbedingt zu empfehlen: Osman: "Christianity - An ancient Egyptian Religion", besonders hinsichtlich der Tutanchamun-Joshua (Jesus) [...]
Das legt den Schluss nahe, dass N. ein Kind Eje's mit einer früheren Frau ist. Unbedingt zu empfehlen: Osman: "Christianity - An ancient Egyptian Religion", besonders hinsichtlich der Tutanchamun-Joshua (Jesus) connection
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  • Sonntag, 17.02.2013 – 09:13 Uhr
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Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet, dass Archäologie vielmehr die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
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Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.





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