Ausgegraben

Ausgegraben - Neues aus der Archäologie Tutanchamuns geheimnisvolle Mutter

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4. Teil: +++ Luft für die Terrakotta-Armee +++

Terrakotta-Armee: Schlecht vorm Verfall geschützt Zur Großansicht
American Chemical Society

Terrakotta-Armee: Schlecht vorm Verfall geschützt

Luft für die Terrakotta-Armee

Die Ausgrabung ist oft der Tod von Artefakten. Kaum sind sie der Luft, dem Licht und dem feuchten Atem von Museumsbesuchern ausgesetzt, beginnen sie unweigerlich zu zerbröseln, zu schimmeln, sich einfach aufzulösen. Ganz besonders gilt dies für große Objekte, die nicht in klimatisierte Glasvitrinen passen, sondern einfach so in großen Hallen ausgestellt werden.

Ein trauriges Beispiel für diesen Prozess sind die mehr als 1500 Artefakte aus dem Grab des ersten Kaisers von China, Qin Shihuangdi. Die Krieger und Pferde aus Terrakotta stehen in einer riesigen Halle mit einer Grundfläche, die fast so groß ist wie drei Fußballfelder. Über fünf Millionen Besucher kommen jährlich, um die Schätze aus dem Mausoleum des Qin Shihuangdi zu bestaunen.

Eine Studie zu umwelttechnischen Kontrollmaßnahmen für archäologische Museen kam zu dem Schluss, dass dringend Maßnahmen getroffen werden müssen, um einen weiteren Verfall der Terrakotta-Krieger aufzuhalten. In der Zeitschrift "Environmental Science & Technology" der American Chemical Society stellen die Forscher um Zhaolin Gu ihre Ergebnisse vor. Sie fordern zum Beispiel einen "Luftvorhang", der die Figuren von der Umwelt abschirmen und das Eindringen von Schmutz und Hitze verhindern soll. Außerdem könnte eine Schicht gekühlter Luft am Boden der Anlage eine Art Schutzdecke um die Artefakte legen.

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16 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
Meskiagkasher 17.02.2013
eschoe 17.02.2013
anchesenamun 17.02.2013
thea666 17.02.2013
ostborn 17.02.2013
uncool.ch 17.02.2013
nenntmichismael 17.02.2013
hans_herodot 17.02.2013
hans_herodot 17.02.2013
kommentariat 18.02.2013
thea666 18.02.2013
mulcahy@gmx.at 18.02.2013
mulcahy@gmx.at 18.02.2013
mulcahy@gmx.at 18.02.2013
thea666 18.02.2013
spon-facebook-10000363349 21.02.2013
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Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet vielmehr, dass Archäologie die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
  • Homepage von Angelika Franz

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Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.