Ausgegraben

Ausgegraben - Neues aus der Archäologie Nach dem Fell kamen die Farben

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5. Teil: +++ Wer waren und wohin gingen die Etrusker? +++

DNA-Abgleich half den Forschern: Woher kamen die Vorfahren der Etrusker? Zur Großansicht
PLOS One

DNA-Abgleich half den Forschern: Woher kamen die Vorfahren der Etrusker?

Wer waren die Etrusker? Dieser Frage geht ein italienisches Forscherteam in der aktuellen Ausgabe von PLOS One nach. Die Etrusker lebten vom 8. bis zum 1. Jahrhundert vor Christus im Raum der heutigen Regionen Toskana, Umbrien und Latium. Aus bisherige Studien wurde allerdings nicht klar, ob ihre Kultur sich lokal entwickeltet hatte oder, wie der griechische Historiker Herodot behauptet, auf Vorfahren in Anatolien zurückging.

Die Forscher nahmen DNA-Proben von 14 Individuen aus zwei etruskischen Nekropolen und verglichen die Daten mit denen von mittelalterlichen und heutigen Bewohnern des mediterranen Beckens. Dabei kam heraus, dass die Etrusker genetische Ähnlichkeiten mit den heutigen Bewohnern der Städte Casentino und Volterra haben, nicht aber mit der heutigen Bevölkerung des gesamten einstigen etruskischen Kernlandes.

Im Mittelalter sah es dagegen noch ganz anders aus: bei der mittelalterlichen Bevölkerung der Toskana handelte es sich noch um direkte Nachfahren der Etrusker. Die meisten Vorfahren der heutigen Bewohner von Florenz oder Murlo müssen also erst im Laufe der vergangenen 500 Jahre in der Toskana angekommen sein. Weiterhin ergab die Studie, dass die genetische Verbindung zu den Menschen aus Anatolien auf einen wahrscheinlich bereits 7600 Jahre alten Link zurückgeht - lange bevor die etruskische Kultur überhaupt entstand.

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22 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
Layer_8 24.02.2013
kulinux 24.02.2013
BettyB. 24.02.2013
terviseks 24.02.2013
terviseks 24.02.2013
skaiser5 24.02.2013
Layer_8 24.02.2013
Tiananmen 24.02.2013
Tiananmen 24.02.2013
pp0813 24.02.2013
phobos81 24.02.2013
weltenfalter 25.02.2013
Layer_8 25.02.2013
Miere 25.02.2013
Greyjoy 25.02.2013
spon-facebook-10000363349 25.02.2013
Mario_4815162342 25.02.2013
mulcahy@gmx.at 25.02.2013
mulcahy@gmx.at 25.02.2013
mulcahy@gmx.at 25.02.2013
mulcahy@gmx.at 25.02.2013
kuestengucker 07.04.2013
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Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet vielmehr, dass Archäologie die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
  • Homepage von Angelika Franz

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Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
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Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.