Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Nach dem Fell kamen die Farben

Von Angelika Franz

5. Teil: +++ Wer waren und wohin gingen die Etrusker? +++

DNA-Abgleich half den Forschern: Woher kamen die Vorfahren der Etrusker? Zur Großansicht
PLOS One

DNA-Abgleich half den Forschern: Woher kamen die Vorfahren der Etrusker?

Wer waren die Etrusker? Dieser Frage geht ein italienisches Forscherteam in der aktuellen Ausgabe von PLOS One nach. Die Etrusker lebten vom 8. bis zum 1. Jahrhundert vor Christus im Raum der heutigen Regionen Toskana, Umbrien und Latium. Aus bisherige Studien wurde allerdings nicht klar, ob ihre Kultur sich lokal entwickeltet hatte oder, wie der griechische Historiker Herodot behauptet, auf Vorfahren in Anatolien zurückging.

Die Forscher nahmen DNA-Proben von 14 Individuen aus zwei etruskischen Nekropolen und verglichen die Daten mit denen von mittelalterlichen und heutigen Bewohnern des mediterranen Beckens. Dabei kam heraus, dass die Etrusker genetische Ähnlichkeiten mit den heutigen Bewohnern der Städte Casentino und Volterra haben, nicht aber mit der heutigen Bevölkerung des gesamten einstigen etruskischen Kernlandes.

Im Mittelalter sah es dagegen noch ganz anders aus: bei der mittelalterlichen Bevölkerung der Toskana handelte es sich noch um direkte Nachfahren der Etrusker. Die meisten Vorfahren der heutigen Bewohner von Florenz oder Murlo müssen also erst im Laufe der vergangenen 500 Jahre in der Toskana angekommen sein. Weiterhin ergab die Studie, dass die genetische Verbindung zu den Menschen aus Anatolien auf einen wahrscheinlich bereits 7600 Jahre alten Link zurückgeht - lange bevor die etruskische Kultur überhaupt entstand.

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insgesamt 23 Beiträge
Layer_8 24.02.2013
"Weiterhin ergab die Studie, dass die genetische Verbindung zu den Menschen aus Anatolien auf einen wahrscheinlich bereits 7600 Jahre alten Link zurückgeht - lange bevor die etruskische Kultur überhaupt entstand." [...]
Zitat von sysopWie alt ist die Kunst des Tätowierens? So alt wie der Verlust unserer Ganzkörperbehaarung, meint eine Anthropologin. Außerdem im archäologischen Wochenrückblick: der Befehl zur Verhaftung des "Fürsten der Dunkelheit", ein neufundländischer Vogelkult und die Rückkehr eines Paar Skier in die Antarktis. Archäologie: Vogelkult in Neufundland und Äxte der Anarchie - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/archaeologie-vogelkult-in-neufundland-und-aexte-der-anarchie-a-884842.html)
"Weiterhin ergab die Studie, dass die genetische Verbindung zu den Menschen aus Anatolien auf einen wahrscheinlich bereits 7600 Jahre alten Link zurückgeht - lange bevor die etruskische Kultur überhaupt entstand." Wird wohl was mit dem Import von "Ackerbau und Viehzucht"-Skills zu tun haben. Und zum Landraub gebrauchten sie dann Äxte der Anarchie, bis dann die übriggebliebenen Trojaner (auch aus Anatolien) nach Italien kamen, welche modernere Methoden der Kriegsführung praktizierten und lehrten ;-)
kulinux 24.02.2013
Mir ist immer rätselhaft gewesen, warum man –*wie auch hier im kurzen Artikel – immer annimmt, Machiavelli habe sich nach Verhaftung und Folterung, als Politiker, der zuvor lange Jahre überzeugt im Dienste der Republik Florenz [...]
Mir ist immer rätselhaft gewesen, warum man –*wie auch hier im kurzen Artikel – immer annimmt, Machiavelli habe sich nach Verhaftung und Folterung, als Politiker, der zuvor lange Jahre überzeugt im Dienste der Republik Florenz stand und dessen sonstige Schriften (z.B. die Discorsi) ebenfalls eher einen überzeugten Republikaner (im damaligen Sinne) und eine Menschen mit Humor (sein Lustspiel Mandragola) erkennen lassen: Warum dieser Machiavelli mit dem "Principe" versucht haben soll, sich ausgerechnet bei den Medici, den Zerstörern seiner Republik, anzubiedern? Und natürlich wird immer unterstellt, dass er im Principe sein, Machiavellis zynisches, von allen moralischen Skrupeln frei(geworden)es Bild von Politik und Menschen schildert. Mir erscheint es zumindest nicht undenkbar, dass er den (vermutlich immer noch gehassten) Medici mit dem Principe einen Spiegel vorhalten wollte: Natürlich konnte er als Inbegriff des skrupellos-bösen Herrschers nicht einen der Medici selbst darstellen (dazu waren sie auch aufgrund der Faktenlage und der eigenen Taten eher ungeeignet), aber ihnen ausgerechnet Cesare Borgia als "Vorbild" hinzustellen, muss doch ein Affront gewesen sein. Ergo: War Macchiavelli vielleicht gar kein "Macchiavellist" …? Und Leute wie Friedrich "der Große" (*lach*) haben ihn einfach nur missverstanden und mit wütendem Schaum vor dem Mund ein Phanton attackiert, weil sie nicht in der Lage waren, bitterböse Ironie zu erkennen? PS: Und vom Besitzer eines kleinen Gutes vor den Toren von Florenz, der sich leisten konnte, seine Zeit dem Studium anderer Autoren und dem eigenen Schreiben zu widmen, kann man wohl kaum sagen, dass er "in Armut" starb. So arm wäre ich auch gern mal … ;-)
BettyB. 24.02.2013
Noch besser wäre nur: mit den nicht übrig gebliebenen Teil der 100.000 Jahre alten Farbe haben Menschen sich schon vor 2 Millionen Jahren bemalt. Beweis: Es wäre sonst mehr Farbe gefunden worden. Toll...
Noch besser wäre nur: mit den nicht übrig gebliebenen Teil der 100.000 Jahre alten Farbe haben Menschen sich schon vor 2 Millionen Jahren bemalt. Beweis: Es wäre sonst mehr Farbe gefunden worden. Toll...
terviseks 24.02.2013
"Tattookunst"?! Was für ein d..licher Anglizismus soll das bitte sein? Sind wir hier bei RTL? Das heißt entweder "Tätowierkunst" oder meinethalben "tattoo art"
"Tattookunst"?! Was für ein d..licher Anglizismus soll das bitte sein? Sind wir hier bei RTL? Das heißt entweder "Tätowierkunst" oder meinethalben "tattoo art"
terviseks 24.02.2013
"Tattookunst"?! Was für ein d..licher Anglizismus soll das bitte sein? Sind wir hier bei RTL? Das heißt entweder "Tätowierkunst" oder meinethalben "tattoo art"
"Tattookunst"?! Was für ein d..licher Anglizismus soll das bitte sein? Sind wir hier bei RTL? Das heißt entweder "Tätowierkunst" oder meinethalben "tattoo art"
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  • Sonntag, 24.02.2013 – 07:41 Uhr
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Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet, dass Archäologie vielmehr die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
  • Homepage von Angelika Franz

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Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.





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