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Archiv geöffnet: Neuseeland zeigt geheime Ufo-Akten

Neuseelands Regierung hat seine bisher geheimen Akten über Ufo-Sichtungen veröffentlicht. Die Dokumente aus mehr als fünf Jahrzehnten enthalten zahlreiche teils kuriose Berichte - doch ein Beweis für Besuche Außerirdischer lässt weiter auf sich warten.

Angebliches Ufo (Großbritannien, 1954): Neuseeland veröffentlicht Akten Zur Großansicht
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Angebliches Ufo (Großbritannien, 1954): Neuseeland veröffentlicht Akten

Die Franzosen und Briten haben es bereits getan, jetzt zieht das neuseeländische Militär nach und veröffentlicht seine bisher geheimen Ufo-Akten. Dabei handelt sich um eine Fülle von Daten aus den Jahren 1954 bis 2009. Auf rund 2000 Seiten beschreiben Militärangehörige, Piloten und Bürger ihre vermeintlichen Ufo-Sichtungen. Es finden sich auch Briefe von Menschen darunter, die meinen, mit Außerirdischen in Kontakt zu stehen.

Die meisten Berichte handeln von leuchtenden Objekten, die sich am Himmel bewegt haben: extrem helle Bälle, die an einer Stelle zu schweben schienen oder auch Lichtblitze, die quer über den Himmel schossen. Doch es findet sich auch deutlich Kurioseres. So warnt beispielsweise jemand vor Aliens, die Pharaonenmasken tragen. Und laut dem britischen "Daily Telegraph" erzählt ein Mann, er habe von einem riesigen Außerirdischen erfahren, dass Menschen sich nach ihrem Tod für 150 Jahre in Wasserstoff-Atome verwandeln, bevor sie dann zu Natrium werden. Die neuseeländische Website "Stuff.co.nz" bietet einen Einblick in die Berichte.

Der Kaikoura-Vorfall

Die wohl bekannteste Ufo-Sichtung in Neuseeland ereignete sich am 30. Dezember 1978 in der Nähe von Kaikoura an der Ostküste. An Bord einer kleinen Turboprop-Maschine, die von Blenheim über Wellington nach Christchurch und wieder zurück nach Blenheim flog, befand sich ein Kamerateam: Die Reporter sammelten Material über die Geschichte einer vermeintlichen Ufo-Sichtung, die sich zehn Tage zuvor auf der Strecke ereignet haben soll, wie die Zeitung "New Zealand Herald" schreibt. Was sie drehten und berichteten, nimmt sicher einigen Ufo-Begeisterten noch heute den Atem.

Sie filmten in dieser Nacht mehrmals ungewöhnliche Lichtphänomene und sahen angeblich helle Objekte, die sich dem Flugzeug plötzlich näherten oder abrupt wieder verschwanden. Zeitweise soll das Licht mehrere Minuten am Stück zu sehen gewesen sein. Pilot und Co-Pilot hätten die seltsamen Phänomene bestätigt, und die Bodenstationen an den Flughäfen sollen zeitweise weitere Objekte neben dem kleinen Flieger auf dem Radar gesehen haben.

Ein offizieller Bericht der Luftwaffe kam allerdings zum Schluss, dass sich für die Beobachtungen andere Erklärungen finden lassen: eine in dieser Nacht ungewöhnlich hell scheinende Venus, Schiffslichter sowie bestimmte Radiowellenphänomene.

wbr/Reuters

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