Von Angelika Franz
Im 16. Jahrhundert ging es in Leith hoch her. Königin Marie de Guise, die Mutter der berühmten Maria Stuart, verlegte im Jahr 1548 ihren Regierungssitz in die schottische Stadt. Eine der ersten Maßnahmen war es, die Verteidigungsanlagen auszubauen - was sich als richtige Entscheidung erwies, denn schon bald darauf standen die englischen Truppen vor den Toren der Stadt.
Teile dieser Verteidigungsanlagen haben Archäologen nun bei Bauarbeiten zu einer neuen Siedlung mit Sozialwohnungen entdeckt. "Es ist eine der wenigen Strecken der Anlage, die nicht durch Überbauung gestört wurde", freut sich Grabungsleiter Martin Cook. "Wir hoffen, dass wir tiefe Einsichten in die spätmittelalterliche Verteidigung von Leith bekommen werden." Gegen die Soldaten Heinrichs VIII. hielt die Verteidigung. Doch als elf Jahre später seine Tochter Elizabeth I. erneut Truppen nach Norden schickte, nützte sie nichts mehr - Elizabeths Armee konnte die Stadt einnehmen. Marie de Guise starb während dieser Belagerung an Wassersucht. Bei den Ausgrabungen soll es ein Schaufenster geben, durch das Besucher die Arbeiten verfolgen können.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
| alles zum Thema Archäologie | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH