Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Tsunami entlastet Poseidon

Von Angelika Franz

5. Teil: +++ Peruanische Familienbande +++

Fotos
DPA

Im Tod lagen sie eng zusammen: 41 Männer und Frauen teilten sich sechs Gräber in 400 Metern Höhe an der windigen Flanke des Berges Cora Cora im Süden Perus. Sie haben auch im Leben vieles miteinander geteilt, wie Forscher von der Universität Warschau und der peruanischen Universidad Catolica de Santa Maria jetzt herausgefunden haben. Bevor die Europäer nach Südamerika kamen, organisierten sich die Menschen dieser Region in sogenannten Ayllu, einer Art Familienverband. Sie nutzen ihr Land gemeinschaftlich und teilten sich auch andere Verantwortlichkeiten. Ihre Toten bestatteten sie in Chullpas - Gemeinschaftsgräber von bis zu zwei Metern Höhe. Die Ergebnisse der Erbgut-Untersuchungen sprechen dafür, dass jeweils eine Ayllu die Toten in einer Chullpas bestattete - und zwar über mehrere Generationen hinweg.

Die Familienbande wurden dabei offenbar über die Männer definiert - die ihre Schwestern mit anderen Ayllus tauschten. Zwei der Chullpas enthielten nur Knochen von Männern mit identischen Y-Chromosomen - also Väter, Söhne, Brüder. Anscheinend gab es aber auch Patchwork-Familien. In einer der Chullpas fanden die Forscher drei männliche Linien. Von den Männern hatten zwei dieselbe Mutter, jedoch verschiedene Väter. Der dritte Mann scheint wiederum ein Halbbruder der Mutter gewesen zu sein.

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1. Natürlich war es Poseidon
hannnns 29.04.2012
Wer außer Poseidon hatte denn 479 v.Chr. das Recht und die Macht, in der Ägäis Tsunamis auszulösen? und insbesondere genau zum richtigen Zeitpunkt.
2. Klar war das Poseidon
4waystreet 29.04.2012
Zitat von hannnnsWer außer Poseidon hatte denn 479 v.Chr. das Recht und die Macht, in der Ägäis Tsunamis auszulösen? und insbesondere genau zum richtigen Zeitpunkt.
Er vergnügte sich mit Aphrodite. Das schlug damals schon hohe Wellen.
3. Enkelados
gothograecus 29.04.2012
Zitat von hannnnsWer außer Poseidon hatte denn 479 v.Chr. das Recht und die Macht, in der Ägäis Tsunamis auszulösen? und insbesondere genau zum richtigen Zeitpunkt.
Sie irren. Für Beben war der unter der Erde schlummernde Gigant Enkelados zuständig. Übrigens ist das mit dem Tsunami auch nichts neues. Reicherter hat lediglich Belege geliefert.
4. So so
gothograecus 29.04.2012
Zitat von sysopDer Meeresgott Poseidon war unschuldig am Tod einer persischen Armee
Komische Weltsicht. "Unschuldig am Tod einer persischen Armee" und vom "Tsunami entlastet". Seit wann gilt die Vernichtung einer Invasionsarmee als unmoralisch oder gar als Delikt?
5.
Kuppelbauer 29.04.2012
Zitat von sysopDer Meeresgott Poseidon war unschuldig am Tod einer persischen Armee
Genau! Dann war Poseidon wohl auch unschuldig an Odysseus' Irrfahrten. Seltsam, was diese Wissenschaftler sich so aus den Fingern saugen... ;)
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Archäologische Methoden der Datierung
Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.