Von Angelika Franz
Zu den oft gesehenen Gästen in Port Royal zählte der Pirat Henry Morgan. Die Stadt besaß für damalige Verhältnisse eine beachtliche Größe: Mit rund 7000 Einwohnern entsprach ihre Bevölkerung in etwa der von Boston, der heutigen Millionenstadt an der US-Ostküste.
Der holländische Entdecker Jan van Riebeeck beschrieb den enormen Alkoholkonsum in Port Royal: Selbst die Papageien würden sich statt an Wasser an dem Bier laben, dass überall in großen Mengen fließe. Zu den besten Zeiten kam jeweils eine Taverne auf nur zehn Einwohner. Doch dann versanken 1692 bei einem Erdbeben und einem anschließenden Tsunami zwei Drittel von Port Royal im Meer.
Seit einigen Jahren laufen vor der Küste Ausgrabungen, bei denen schon Kanonenkugeln, edles Geschirr und reich verzierte Tabakpfeifen zum Vorschein kamen. Durch den Sauerstoffabschluss unter Wasser sind die Artefakte in hervorragendem Zustand.
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