Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Forscher finden 1400 Jahre altes Shoppingcenter

Von Angelika Franz

2. Teil: +++ Piratennest soll Weltkulturerbe werden +++


Die Hafenstadt Port Royal auf Jamaika war lange Zeit berüchtigt. Im 17. Jahrhundert kamen die Piraten der Karibik hierher, um Schiffe zu reparieren, Proviant aufzustocken und sich mit Rum und Frauen zu vergnügen. Nun haben Archäologen die Unesco aufgefordert, Port Royal auf die Liste des Weltkulturerbes zu setzen. Auf einer Pressekonferenz am Dienstag nannten sie die Piratenstadt eine der wichtigsten britischen archäologischen Stätten der westlichen Hemisphäre und forderten, sie für die kommenden Generationen zu bewahren.

Zu den oft gesehenen Gästen in Port Royal zählte der Pirat Henry Morgan. Die Stadt besaß für damalige Verhältnisse eine beachtliche Größe: Mit rund 7000 Einwohnern entsprach ihre Bevölkerung in etwa der von Boston, der heutigen Millionenstadt an der US-Ostküste.

Der holländische Entdecker Jan van Riebeeck beschrieb den enormen Alkoholkonsum in Port Royal: Selbst die Papageien würden sich statt an Wasser an dem Bier laben, dass überall in großen Mengen fließe. Zu den besten Zeiten kam jeweils eine Taverne auf nur zehn Einwohner. Doch dann versanken 1692 bei einem Erdbeben und einem anschließenden Tsunami zwei Drittel von Port Royal im Meer.

Seit einigen Jahren laufen vor der Küste Ausgrabungen, bei denen schon Kanonenkugeln, edles Geschirr und reich verzierte Tabakpfeifen zum Vorschein kamen. Durch den Sauerstoffabschluss unter Wasser sind die Artefakte in hervorragendem Zustand.

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insgesamt 15 Beiträge
Tiananmen 02.06.2012
Und daraus schließen Sie auf die immer wieder zu beklagende "gesellschaftliche Benachteiligung der Frau"?! Oder ist das schon eine Art pavlow'scher Reflex, sobald bei Frauen etwas anders abläuft als bei Männern? Die [...]
Zitat von sysopEs war offenbar die Regel, dass Frauen bei der Heirat aus dem Gebiet ihrer Kindheit zu ihrem Ehemann zogen. Dieser Befund spricht für ein sogenanntes patrilokales Gesellschaftssystem: Die Frauen zogen nach der Hochzeit an den Wohnort ihres Mannes. Das wiederum impliziert, dass die Erbfolge über die männlichen Familienmitglieder geführt wurde. Ausgegraben: Forscher finden Shoppingcenter aus dem Mittelalter - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,836506,00.html)
Und daraus schließen Sie auf die immer wieder zu beklagende "gesellschaftliche Benachteiligung der Frau"?! Oder ist das schon eine Art pavlow'scher Reflex, sobald bei Frauen etwas anders abläuft als bei Männern? Die Benachteiligung gipfelt ja bekanntlich in der Tatsache, dass Männer sich weigern Kinder zu kriegen. Stöhn.
leser47 02.06.2012
Wo steht denn was von Benachteiligung der Frau? Die Reaktion von Tiananmen ist wohl eher ein Reflex nach dem Motto: Da steht irgendwas über das Verhältniss Mann-Frau, da jammer ich doch gleich mal los.
Wo steht denn was von Benachteiligung der Frau? Die Reaktion von Tiananmen ist wohl eher ein Reflex nach dem Motto: Da steht irgendwas über das Verhältniss Mann-Frau, da jammer ich doch gleich mal los.
leser47 02.06.2012
Muss mich korrigieren, jetzt habe ich es auch gelesen!
Muss mich korrigieren, jetzt habe ich es auch gelesen!
Tiananmen 02.06.2012
gerade wollte ich mich beschweren. Danke.
Zitat von leser47Muss mich korrigieren, jetzt habe ich es auch gelesen!
gerade wollte ich mich beschweren. Danke.
Skepsis 02.06.2012
Die Annahme, dass mit dem Beginn der Neolithisierung, also der Sesshaftwerdung der Menschen verbunden mit der Entwicklung des Ackerbaus etc., auch eine wachsende gesellschaftliche Stratifizierung und Ungleichheit entstand, hat [...]
Die Annahme, dass mit dem Beginn der Neolithisierung, also der Sesshaftwerdung der Menschen verbunden mit der Entwicklung des Ackerbaus etc., auch eine wachsende gesellschaftliche Stratifizierung und Ungleichheit entstand, hat schon Karl Marx postuliert und wurde seitdem tausendfach diskutiert. Es handelt sich dabei wahrlich nicht um eine neue Erkenntnis. Interessant wäre die Information, wo diese Archäologen ihre Untersuchungen durchgeführt haben - Lössböden gibt es an vielen Orten auf der Welt. Sonst bleibt die Aussage des Artikels völlig allgemein.
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  • Samstag, 02.06.2012 – 08:12 Uhr
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Archäologische Methoden der Datierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.





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