Von Angelika Franz
Das Heiligtum mit den gigantischen Steinsärgen entdeckte vor über 150 Jahren der französische Archäologe August Mariette. Es besteht aus zwei Teilen: den Krypten, in denen die Priester zwischen der 18. und der 26. Dynastie die Stiermumien bestatteten, und dem großen Serapeum mit der langen Galerie, entlang derer 24 weitere Granitsarkophage in Nischen angeordnet sind. Während die Krypten noch immer restauriert werden, hat nun erstmals nach einer jahrelangen Renovierungsphase das Serapeum wieder seine Pforten für Besucher geöffnet.
Zuvor war zwischen Ingenieuren, Archäologen und Restauratoren ein erbitterter Streit darüber entbrannt, inwieweit man in die Gebäudestruktur eingreifen dürfe, um die einsturzgefährdeten Decken abzusichern. Jetzt stützt ein Stahlgerüst die Decke des Serapeums und der Boden ist mit Holzplanken überdeckt. Durch Glasfenster im Holz ist der Originalboden jedoch sichtbar. Mit der Wiedereröffnung des Serapeums hat Sakkara eine seiner bedeutendsten Touristenattraktionen zurückgewonnen.
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