Von Angelika Franz
Die Chinesischen Behörden haben eine neue Vermessung der Chinesischen Mauer veröffentlicht. Die Arbeiten daran begannen bereits im Jahr 2007. Demnach verläuft die Mauer auf 21.196,18 Kilometern durch 15 Provinzen, unabhängige Regionen und Gemeinden. Das Bauwerk setzt sich aus 43.721 einzelnen Architekturresten zusammen, darunter Mauerteile, Verteidigungsanlagen und andere Strukturen. Die Chinesische Mauer ist in Wahrheit keine Mauer, sondern eine Folge von Verteidigungsanlagen aus Stein, Ziegeln und Lehm, die von Ost nach West in etwa der historischen Nordgrenze Chinas folgt. Sie diente zum einen der Verteidigung gegen nomadische Stämme aus dem Norden, zum anderen aber auch dem Eintreiben von Zöllen und Steuern auf Waren, die auf der Seidenstraße nach China gelangten. Die ältesten Teile stammen aus dem 7. Jahrhundert v. Chr., der berühmteste Teil der Mauer wurde zwischen 220 und 206 v. Chr. vom ersten Kaiser Chinas, Qin Shi Huang, gebaut. Erst im 17. Jahrhundert, als das Mongolische Reich dem Chinesischen eingegliedert wurde, verlor die Chinesische Mauer an Bedeutung.
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