Von Angelika Franz
Bei den Skeletten mit verformten Köpfen, die bulgarische Ausgräber auf einem Friedhof nahe des Dorfes Martin in Nordmulgarien fanden, handelte es sich nicht etwa um Aliens. Es waren Angehöriges des bulgarischen Adels aus den frühen Tages des Reiches. Damals war es üblich, den Babies die Köpfe fest in Stoffbinden einzuwickeln und so die Schädel in die Länge zu drücken. Die Archäologen fanden den Friedhof bei Vorarbeiten zu einer Gasleitung zwischen Bulgarien und Rumänien. Die über 100 Gräber stammen aus der Zeit des Ersten Bulgarischen Königreiches. Die ältesten datieren aus dem 5. bis 4. Jahrhundert vor Christus. Unter den Toten ist auch ein Soldat, dessen abgetrennter Kopf zwischen seinen Beinen bestattet wurde. Auch Grabbeigaben wie Gold- und Silberschmuck oder Hunde bekamen die Toten mit in die Gräber.
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