Acht Fliegen reichen aus, um ihn fünf Tage satt zu machen, behaupten die Erfinder des kleinen "EcoBot II". Dafür bewegt er sich momentan aber auch nur rund zehn Zentimeter pro Stunde fort, sagt der Roboter-Experte Chris Melhuish von der University of the West of England in Bristol. Ein Sensor sendet bei jedem Schritt ein Signal an die Basisstation.
Anstelle von Batterien hat der kleine Roboter Bakterien im Bauch, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist". In acht Kammern tummeln sich Bakterien in einer Klärschlammbrühe. Enzyme lösen die Chitinpanzer der Insekten auf und setzen dabei Zucker frei, der Mikroorganismen als Brennstoff für den Stoffwechsel dient. Bei der Verbrennung entstehen Elektronen, die den Stromfluss erzeugen.
Zukünftig könnte der Roboter mit weiteren Sensoren ausgestattet werden, die zum Beispiel die Temperatur oder die Konzentration toxischer Gase messen, so die Erfinder. Auch diese Daten könnten dann an eine Basisstation in sicherer Entfernung übermittelt werden.
Zurzeit muss "EcoBot II" noch per Hand gefüttert werden: Er kann Insekten zwar verdauen, nicht aber selbst erlegen. Um die Fliegen anzulocken, planen die Forscher einen Köder, der mächtig stinkt: Der Duft von menschlichen Exkrementen soll die Brummer in die Falle locken.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH