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Bevölkerung: Einwohnerzahl in Deutschland 2011 gestiegen

Fast 82 Millionen Menschen lebten Ende 2011 in Deutschland. Vor allem Zuwanderer sorgen für den Zuwachs. Die Statistiker warnen allerdings, dass die Bevölkerungszahl schon bald wieder zurückgehen wird.

Menschen in Freiburg (im Dezember 2008): Gut 81,8 Millionen Menschen in Deutschland Zur Großansicht
DPA

Menschen in Freiburg (im Dezember 2008): Gut 81,8 Millionen Menschen in Deutschland

Wiesbaden - Die Zahl der Einwohner in Deutschland ist nach acht Jahren Rückgang erstmals wieder leicht gestiegen. Mehr als 81,80 Millionen Menschen lebten 2011 in Deutschland - gut 50.000 mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Zahlen bedeuteten aber keine Trendwende, sagt der Statistiker Reinhold Zahn. "Mittel- und langfristig gehen die Bevölkerungszahlen zurück".

Hauptursache für das leichte Plus sind mehr Zuwanderer - vor allem aus Polen. Seit Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit im vergangenen Mai für acht Länder, die 2004 der EU beigetreten sind, ziehen jeden Monat durchschnittlich rund 28.000 Menschen aus diesen Staaten nach Deutschland. Das sind etwa 13.000 mehr als in den ersten vier Monaten 2011.

Der Anteil der Zuwanderer aus diesen Ländern an der gesamten Einwanderung hat sich damit von etwa einem Viertel auf knapp ein Drittel erhöht. Auf Platz zwei hinter Polen liegt Ungarn, allerdings mit deutlichem Abstand, wie Zahn sagte.

Insgesamt sind 2011 schätzungsweise 240.000 Menschen mehr nach Deutschland gekommen als weggezogen. Das ist die höchste Zahl seit zehn Jahren; 2010 lag sie nur bei 128.000.

Bei der Zahl der Geburten und der Sterbefälle haben die Statistiker keine wesentlichen Veränderungen festgestellt. Von einem Babyboom könne nicht die Rede sein, sagte Zahn. Rund 660.000 bis 680.000 Säuglinge kamen 2011 in Deutschland den Hochrechnungen zufolge zur Welt - im Jahr zuvor waren es etwa 678.000. Die Zahl der Sterbefälle liegt mit 835.000 bis 850.000 aber auf jeden Fall unter dem Vorjahresniveau von rund 859.000.

boj/dpa

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1. Warnung?
Solid 13.01.2012
Zitat von sysopFast 82 Millionen Menschen lebten Ende 2011 in Deutschland. Vor allem Zuwanderer sorgen für den Zuwachs. Die Statistiker warnen allerdings, dass die Bevölkerungszahl schon bald wieder zurückgehen wird. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,808899,00.html
Deutschland ist hoffnungslos überbevölkert. Die Ballungsgebiete sind so verstopft, dass die Transportsysteme regelmäßig kollabieren. Es wäre eine Wohltat für Deutschland, wenn die Bevölkerungszahl schrumpfte. Davor muss man daher nicht "warnen". Man muss einfach nur auf kriminelle Schneeballsysteme im Finanzsystem verzichten (z.B. "Rente"), dann gibt es auch weniger Probleme bei schrumpfender Bevölkerung.
2. Alles Gerede über Wohlstand ist unglaubwürdig,
caecilia_metella 13.01.2012
solange nicht genug Kinder geboren werden. Man könnte das angehen, indem man aufhört, arme Kinder und ihre Lobby zu mobben.
3. Tatstand
KuGen 13.01.2012
Zitat von caecilia_metellasolange nicht genug Kinder geboren werden. Man könnte das angehen, indem man aufhört, arme Kinder und ihre Lobby zu mobben.
Der Vorposter schrieb "Wohltat", nicht "Wohlstand". Wer so fehlversteht, versteht auch nicht, dass die Menschen die Erde ausplündern und auffressen. Und dagegen hilft nur eins : Weniger Geburten. Nicht nur in Asien und Afrika, sondern auch hier. Deshalb brauchen wir nicht mehr Geburten, sondern weniger Geburten. Das muss gesellschaftlicher Konsens werden, auch wenn es den Lebensplanungen Einzelner zuwiderläuft. Sie dürfen natürlich nicht gemoppt werden, sondern sollten toleriert werden.
4. 82 Millionen
lupo44 13.01.2012
tolle Zahl für Deutschland. Wer ernährt diese Menschen? Es geht hier um die ZUwanderung. Keiner wird behaupten,dass diese Menschen alle in Arbeit stehen. Es sind für Deutschland ganz einfach Kosten. Z.B Hartz 4. Und die die Arbeit haben müssen diese Zuwanderung finanzieren. Es gibt Beispiele für geziehlte ZUwanderung in Europa. Da müssen unsere Politiker ansetzen um die Zuwanderer nach Deutschland zu bekommen die für die hier lebenden Menschen letzlich mit ihrer Schaffenskraft den allgemeinen Wohlstand mehren und nicht zusätzlich belasten mit ihrer Anwesendheit.
5. Gibt
Schweijk 13.01.2012
Zitat von sysopFast 82 Millionen Menschen lebten Ende 2011 in Deutschland. Vor allem Zuwanderer sorgen für den Zuwachs. Die Statistiker warnen allerdings, dass die Bevölkerungszahl schon bald wieder zurückgehen wird. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,808899,00.html
doch eh nicht genug Arbeit für alle, wozu soll die Bevölkerungszahl also wachsen? Damit noch mehr in mies bezahlte Arbeitsverhältnisse kommen?
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