Bewegung: Hundehalter sind körperlich aktiver

Mehr Sport, Gartenarbeit und andere Aktivitäten: Auch abseits des Gassigehens sind viele Hundehalter vitaler als andere - ein Drittel von ihnen übertreffen die empfohlene Bewegungszeit. Doch es gibt auch unter Herrchen und Frauchen viele Faulpelze.

Jogger mit Hund: Vierbeiner steigern die Aktivität des Menschen Zur Großansicht
AFP

Jogger mit Hund: Vierbeiner steigern die Aktivität des Menschen

Hundehalter sind aktiver als Menschen ohne Hund - und das nicht nur, weil sie regelmäßig ihren Vierbeiner ausführen. Laut eine rumfangreichen Datenanalyse steigern nicht nur die Spaziergänge die Bewegungszeiten - die körperliche Aktivität nimmt auch unabhängig vom Hund zu.

Wie Mathew Reeves von der Michigan State University in East Lansing und seine Kollegen im Fachmagazin "Journal of Physical Activity and Health" schreiben, erreichen Hundehalter deutlich häufiger die empfohlene Bewegungszeit von 150 Minuten in der Woche. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Hunde das Wohlbefinden und die Sozialkontakte eines Menschen fördern. Dies könne auch zur Steigerung der gesamten körperlichen Aktivität beitragen, vermuten die Forscher.

Die Studie basiert auf den Angaben von knapp 6000 US-Amerikanern im Rahmen einer Datenerhebung zum menschlichen Freizeitverhalten und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Darin sind neben Art und durchschnittlicher Dauer der körperlichen Aktivitäten auch detaillierte Informationen über Haustiere enthalten. "Wir wollten bei unseren Analysen herausfinden, ob Hundehalter tatsächlich insgesamt mehr körperliche Aktivität aufweisen, oder ob das Gassigehen nur andere Bewegungsformen ersetzt", erklärt Reeves.

Mehr Zeit für Sport und Gartenarbeit

Die Antwort fiel positiv aus: Hundebesitzer überschreiten demnach die von Medizinern empfohlene Bewegungszeit deutlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die empfohlene körperliche Gesamtaktivität erreichten, liege 34 Prozent höher als bei Menschen ohne Hund. Im Detail offenbarten die Datenanalysen, dass dieser Effekt nicht nur auf die Spaziergänge mit dem Tier zurückzuführen sei. Hundebesitzer räumten beispielsweise auch Sport und Gartenarbeit deutlich mehr Platz in ihrer Freizeit ein. Woran das liegt und ob die Hunde die Ursache sind, können die Forscher nicht sagen.

Reeves und seine Kollegen sehen in diesem Ergebnis einen weiteren Beleg für die positive Wirkung eines Hundes auf die Gesundheit. Sie betonen allerdings, dass die Studie auch ergeben habe, dass einige Hundehalter zu Bequemlichkeit neigen: Sie gehen nur selten oder kurz mit dem Hund ins Freie. Diese Personen profitieren folglich auch nicht vom aktivitätssteigernden Effekt des Tieres.

boj/dapd

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insgesamt 22 Beiträge
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1. Ach?
Tertinator 14.03.2011
ACH? Wer hätte das gedacht? Noch eine bahnbrechende Entdeckung: Wassertrinker haben weniger Durst!
2. .
ricocoracao 14.03.2011
Natürlich kann man ohne Hund leben. Es lohnt sich nur nicht. Heinz Rühmann
3. Wenn ich beim Laufen die Hundehalter treffe
README.TXT 14.03.2011
Dann max. 2km innerhalb der Piss- u. Kackzone. Das ist die Zone vom Wohngebietsrand aus gemessen + 2km. So weit traut sich Herrchen mit seinem Hund hinaus. Je kälter um so weniger weit bewegen sie sich hinaus. In den Wald (nochmal +2km) fahren sie mit ihren SUVs und noch grösseren Gefährten (Hier steht immer so ein amerik, Riesenpickup mit Abdeckung auf der Ladefläche, dazwischen nochmal extra 'Wohnraum', also 4-Sitzer mit Ladefläche, abgrundtiefhässliches Gefährt, in die Stadt kommt man damit nicht) und parken immer saudämlich die Zufahrten in den Wald hinein zu, so dass die Holzfäller schon mal so ein Gefährt 'aus versehen' gerammt hatten, das war ein Geschrei + Hundegekläffe. Zur Statur der Hundehalter: Wie Knödel mit Gummistiefel trifft es derzeit am besten. Schlank ist von denen kein einziger. Die Weiber sind alle teigfett, stehen immer rum und pfeifen nach dem derzeit angesagtesten Modehündchen (diese beige-gelben). Blos keinen Schritt zu viel, ist ja so anstrengend und soooo kalt. Auto auf, Hund raus, drei Schritt, schon haben sie nen roten Kopf, Hund pisst und kackt, zurückpfeifen, einsteigen und weg. Manche der Hundebesitzer gehen auch gar nicht mit ihrem Kläffköter gassi, sondern lassen gehen. Da zuckeln dann zwei so fette Matronen der Herzbubenkategorie mit jeweils 3 bis 4 Riesenhunden an der Leine durch den Wald und scheuchen das Waldgetier mit Gekläffe auf. Da fragt man sich ob nicht besser der Halter an die Leine gehört anstatt der Hund. Immerhin sich die zwei, im Gegensatz zur obigen Mehrheit. Sorry für die harten Worte, aber so sieht hier die Realität aus.
4. Machen Katzen auch
Katzenfreund 14.03.2011
Sie sollten mal sehen wenn ich bei der Gartenarbeit bin. Meine Katzen sind immer am helfen. Und wir gehen auch öfters gemeinsam spazieren. Und das ganz ohne Leine. Und was glauben Sie wie mich meine Katzen auf Trab hält wenn sie Futter wollen. Nach dem Motto ich will alles und zwar sofort. Ja auch Katzen halten den Menschen auf Trab.
5. Kann ich nur bestätigen
berossos 14.03.2011
Zitat von KatzenfreundSie sollten mal sehen wenn ich bei der Gartenarbeit bin. Meine Katzen sind immer am helfen. Und wir gehen auch öfters gemeinsam spazieren. Und das ganz ohne Leine. Und was glauben Sie wie mich meine Katzen auf Trab hält wenn sie Futter wollen. Nach dem Motto ich will alles und zwar sofort. Ja auch Katzen halten den Menschen auf Trab.
Der Aktionsradius meiner Katzen reicht noch um einiges weiter. Ich bin schon auf Dächer und Bäume geklettert, wenn die Untiere da oben saßen und nicht herunter konnten oder wollten. Dagegen ist Hundehaltung ein betuliches Vergnügen.
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