Bioökonomie Schavan will trotz Karlsruhe-Urteil Gentechnik ausbauen

Bundesforschungsministerin Annette Schavan will trotz des gentechnik-kritischen Urteils des Bundesverfassungsgerichts den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen weiter fördern und ausbauen.

Von Christian Schwägerl

Bundesforschungsministerin Schavan: "Verlässliche Rahmenbedingungen schaffen"
dpa

Bundesforschungsministerin Schavan: "Verlässliche Rahmenbedingungen schaffen"


Die Grüne Gentechnik habe ein "großes Potential" und sei Teil "unserer Forschungsstrategie Bioökonomie, die wir in den kommenden Jahren mit insgesamt 2,4 Milliarden Euro fördern", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan dem SPIEGEL. Das Bundesverfassungsgericht habe mit seinem Urteil von vergangener Woche das geltende Gentechnikgesetz bestätigt und damit Rechtssicherheit geschaffen. Dieses Gesetz wolle "verlässliche Rahmenbedingungen für Grüne Gentechnik schaffen und dabei höchste Sicherheitsstandards gewährleisten", so die CDU-Politikerin.

In der Bevölkerung gebe es ein differenziertes Meinungsbild. "Wenn mittels Gentechnik Energie aus Biomasse gewonnen werden kann, wird das positiv bewertet, auch wenn sich der Einsatz von Pestiziden und Insektiziden verringern lässt, findet das Zustimmung", sagte Schavan dem SPIEGEL.

Befürchtungen, wonach Grüne Gentechnik schädlich sei, seien durch viele Studien widerlegt. Zudem hat die Technologie der Ministerin zufolge eine wichtige Rolle für die Welternährung: "Ich bin überzeugt, dass die Welternährung ohne Pflanzenbiotechnologie nicht zu sichern ist. Hierzulande haben wir genug auf dem Teller, schauen aber nicht über den Tellerrand. Während die Zahl der Menschen auf der Welt zunimmt, geht die Anbaufläche drastisch zurück."

Schavan kritisierte Pläne des Freistaats Bayern, Grüne Gentechnik ganz zu verbannen: "Wenn wir nicht wollen, dass unsere Forscher woanders hingehen, müssen wir ihnen in Deutschland und Europa ein verlässliches Umfeld bieten", sagte Schavan. Sie finde deshalb auch den Vorschlag der EU-Kommission bedenklich, wonach die Entscheidung über den Anbau gentechnisch veränderter Organismen auf die Mitgliedstaaten und Regionen übertragen werden soll.

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insgesamt 52 Beiträge
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flower power 28.11.2010
1. Ganz einfach, die spinnt
...die Alte. Deren ganzes Politkerleben ist schon ein Witz. Sie führte in BW die G 8 ein. Sie baute den Aufstieg von anderen Schulen in das Gymnasium zu.Sie forcierte und unterstütze die Privatschulen und Privat-Unis. Sie hat Theologie studiert...Gentechnik lässt grüßen? Sie ist gegen ein sozial angelehntes Bafög und will lieber Stipendien an Reiche vergeben. Sie ist kinderlos und nicht verheiratet, aber spricht immer von der Zumutung an die Familien. Sie ist für Bildung und dafür das diese auch viel kosten muss. Sie erkennt den KA-Richterspruch nicht an. Was will die denn. eine Monarchie Schavan? Kurzum : die spinnt.
blue0711 28.11.2010
2. ..
Der Hinweis auf Drittweltstaaten ist ja schon zynisch. Geraten doch gerade die durch Gentechnik in die Fänge der "entwickelten" Großkonzerne, was letztlich die Armut nur zementiert. Auf Gentechnik lasten Patente, die eine Nutzung in unterentwickelten Staaten für deren Bewohner unmöglich macht.
vvvvkkkk 28.11.2010
3. Grüne Gentechnik
ist doch ein Spitzenkandidat für das Unwort des Jahres. Bedeutet Gentechnik nicht immer einen Eingriff in die Schöpfung? Wie kann eine christliche Partei das unterstützen?
kalumeth 28.11.2010
4. allein monetäre Werte in Sinn
Zitat von sysopBundesforschungsministerin Annette Schavan will trotz des gentechnik-kritischen Urteils des Bundesverfassungsgericht den Anbau gentechnischveränderter Pflanzen weiter fördern und ausbauen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,731562,00.html
Ausgerechnet die "Werte-Christen" der Parteienlandschaft setzen auf genkapitalistische Wirtschaft um jeden Preis. Bekommt Frau Schavan nach ihrer Legislaturperiode etwa als Dankeschön dann (auch) einen Aufsichtsratsposten z.B. bei Bayer oder Monsanto?
flower power 28.11.2010
5. Und ihre Studien..
Zitat von sysopBundesforschungsministerin Annette Schavan will trotz des gentechnik-kritischen Urteils des Bundesverfassungsgericht den Anbau gentechnischveränderter Pflanzen weiter fördern und ausbauen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,731562,00.html
die kann sie sich wo hin schieben. Die lügt doch wie sie will. Sie hielt schon manche Studie zurück und beauftragte sie neu, weil sie ihr nicht gefiel. Diese Dame ist unerträglich. Eine Zumutung an Arroganz und Selbsteinschätzung. Sie will, sie will, ich will auch , und zar dass diese ihre viel zu hohe Pension endlich wahrnimmt. So verkrustete Typen brauchen wir nicht in der Politik.
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