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Brasilien: Stammzellentherapie für Herzpatienten

Die umstrittene Stammzellentherapie soll in einem groß angelegten Forschungsprojekt in Brasilien an 1200 Herzpatienten getestet werden. Mit dem angeblich größten Vorhaben dieser Art sollen Erfolg und Akzeptanz der Gentechnik-Medizin überprüft werden.

Rio de Janeiro - In der ersten Phase des Forschungsprojektes wird die Hälfte der schwer herzkranken Patienten in Rio de Janeiro, Sao Paulo und Salvador mit Stammzellen aus ihrem eigenen Knochenmark therapiert, die andere Hälfte mit konventionellen Methoden, teilte der brasilianische Gesundheitsminister Humberto Costa mit. Damit solle die Wirksamkeit und ebenso die gesellschaftliche Akzeptanz der gentechnischen Behandlungsmöglichkeiten getestet werden.

Insgesamt seien 33 verschiedenen Kliniken beteiligt, sagte der Minister. Die Kosten bezifferte er auf umgerechnet 4,25 Millionen Euro.

Der Einsatz so genannter adulter Stammzellen ist ethisch weniger umstritten als der von embryonalen Stammzellen, doch sind die Zellen von Erwachsenen nicht so flexibel bei der Bildung neuen Gewebes. Laut Costa will die Regierung in acht weiteren Studien auch den Einsatz von embryonalen Stammzellen testen. Dafür seien gut acht Millionen Euro veranschlagt. Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hatte im März ein Gesetz unterzeichnet, dass solche Forschung in Brasilien zulässt.

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