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Breakthrough Prize: Fünf Mathematiker kassieren je drei Millionen US-Dollar

So hoch ist nicht mal der Nobelpreis dotiert: Fünf Mathematiker haben erstmals den Breakthrough Prize erhalten - gestiftet unter anderem von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Sie bekommen je drei Millionen US-Dollar für ihre Forschungsarbeiten.

Terence Tao (2006): Hat nicht das Gefühl, schon genug geleistet zu haben Zur Großansicht
AP

Terence Tao (2006): Hat nicht das Gefühl, schon genug geleistet zu haben

Mathematikern wird ja immer nachgesagt, sie würden darunter leiden, dass es keinen Nobelpreis für sie gibt. Zumindest finanziell müssen sie aber nicht mehr darben. Denn seit diesem Jahr gibt es den Breakthrough Prize für Mathematik - dotiert mit drei Millionen US-Dollar. Nobelpreisträger bekommen lediglich 1,2 Millionen US-Dollar.

Bei der erstmaligen Verleihung wird der Breakthrough Prize gleich an fünf Mathematiker verliehen, darunter den Australier Terence Tao von der University of California in Los Angeles. Ab 2015 soll dann jedes Jahr nur noch ein Mathematiker für bahnbrechende Forschungsarbeiten geehrt werden.

Finanziert wird der Wissenschaftspreis unter anderem von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und dem Unternehmer Juri Milner. Der Russe hatte 2012 bereits den Breakthrough Prize in Fundamental Physics ins Leben gerufen. Es gibt zudem auch einen Preis für Biowissenschaften. Alle Breakthrough-Preise sind mit drei Millionen US-Dollar dotiert.

Der Mathematik-Preis 2014 geht an folgende Wissenschaftler:

  • Simon Donaldson (Stony Brook University New York)
  • Maxim Kontsevich (Institut des Hautes Études Scientifiques nahe Paris)
  • Jacob Lurie (Harvard University)
  • Terence Tao (University of California Los Angeles)
  • Richard Taylor (Institute for Advanced Study Princeton)

Am bekanntesten außerhalb der Mathematikergemeinde dürfte Terence Tao sein, der sich unter anderem mit Zahlentheorie beschäftigt und 2012 eine Lösung für ein Primzahlrätsel vorgelegt hat, das einen wichtigen Schritt zum Beweis der Goldbachschen Vermutung sein könnte. Die anderen Mathematiker beschäftigen sich unter anderem mit Algebraischer Geometrie und vierdimensionalen Manigfaltigkeiten - Dinge, die Laien nur schwer zu erklären sind.

"Die Preisträger dieses Jahres haben Großes in ihren Fachgebieten geleistet", sagte Mark Zuckerberg. Mathematik sei essenziell für den Fortschritt der Menschheit in diesem Jahrhundert.

Mancher der Ausgezeichneten fühlte sich etwas überrumpelt: "Ich war überrascht, als mir Milner den Preis anbot", sagte Jacob Lurie dem "Scientific American". Terence Tao wollte Milner sogar davon abbringen, den Preis an ihn zu verleihen. "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich schon genug geleistet habe", sagte Tao.

Welche Bedeutung der Breakthrough Prize in der Mathematik haben wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunk kaum sagen. Als wichtigste Auszeichnung gilt die Fields-Medaille, für die es allerdings eine Altersgrenze von 40 Jahren gibt. Für ältere Mathematiker existiert seit 2003 der Abel-Preis. Beim Preisgeld können beide Ehrungen wie die Nobelpreise mit dem neuen Breakthrough Prize nicht mithalten: Der Abel-Preis liegt bei rund einer Million US-Dollar, die Fields-Medaille bei lediglich 15.000 kanadischen Dollar.

hda

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insgesamt 31 Beiträge
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1. Optional
Lisa Müller 24.06.2014
Und warum ist keine Frau dabei?
2. Mathematik? Igitt!
J'y vais 24.06.2014
Da kann man ja gar nicht rumschwurbeln. x=y (Solange ich auf beiden Seiten der Gleichung, gleiches tue, verändert sich der Wert nicht.) Multiplikation mit x x2=xy Subtraktion: -y2 x2-y2=xy-y2 Faktorisieren (x+y)(x-y)=y (x-y) Vereinfachen (Dividieren durch x-y) x+y=y Setze x=1 (und nicht vergessen x=y) 1+1=1 2=1 .....und jetzt könnt ihr wieder schwadronieren und erzählen, das Mathe euch noch nie im Leben geholfen hat... (dabei ist das 5. Klasse). Geht doch Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Genderforschung im Eventbusiness studieren.
3.
bernd.stromberg 24.06.2014
Zitat von Lisa MüllerUnd warum ist keine Frau dabei?
Geht bei dem Preis noch um Leistung, und nicht nach Quote ;-)
4. @ Lisa Müller
petersolis 24.06.2014
weil die Frauen wohl nicht gut genug waren. Gibt es bald eine Frauenquote bei Preisen? ;)
5.
krossde 24.06.2014
Zitat von J'y vaisDa kann man ja gar nicht rumschwurbeln. x=y (Solange ich auf beiden Seiten der Gleichung, gleiches tue, verändert sich der Wert nicht.) Multiplikation mit x x2=xy Subtraktion: -y2 x2-y2=xy-y2 Faktorisieren (x+y)(x-y)=y (x-y) Vereinfachen (Dividieren durch x-y) x+y=y Setze x=1 (und nicht vergessen x=y) 1+1=1 2=1 .....und jetzt könnt ihr wieder schwadronieren und erzählen, das Mathe euch noch nie im Leben geholfen hat... (dabei ist das 5. Klasse). Geht doch Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Genderforschung im Eventbusiness studieren.
nett versteckte division durch 0 ;)
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