Archäologischer Fund in China Elfjähriger entdeckt 3000 Jahre altes Schwert

Die Waffe stammt aus den Anfangszeiten der chinesischen Kultur: Ein Elfjähriger hat beim Händewaschen in einem Fluss den Griff eines Schwerts ertastet, es ist einem Bericht zufolge rund 3000 Jahre alt.


Ein Elfjähriger in China hat zufällig ein rund 3000 Jahre altes Bronzeschwert in einem Fluss in der Provinz Jiangsu gefunden. Junxi Yang sagte, er habe den Griff der Waffe ertastet, als er sich im Fluss Laozhoulin in der ostchinesischen Stadt Gaoyou die Hände gewaschen habe. Das berichtet die BBC mit Verweis auf die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Der Junge nahm seinen Fund demnach mit nach Hause, dort wurde das Schwert schnell zu einer kleinen Sensation: Der Vater des kleinen Yang berichtete, er habe hohe Preise für das alte Schwert geboten bekommen. Doch es habe sich falsch angefühlt, das Relikt einfach zu verkaufen, sagte Jinhai.

Schließlich übergab die Familie das Schwert an die Behörden. Archäologen zufolge stammt das 26 Zentimeter lange Schwert entweder aus der Shang- oder der etwas jüngeren Zhou-Dynastie: Material, Größe und Form ließen darauf schließen, dass die Waffe bereits rund 3000 Jahre alt sei.

Lyu Zhiwei vom örtlichen Büro für Kulturdenkmäler sagt, das Schwert sei zwar dekorativ, scheint aber auch als Waffe funktioniert zu haben. Er nehme jedoch an, dass es eher als Statussymbol als zum Kämpfen gedient habe.

Rund um die Fundstelle ist nun eine große Ausgrabungsstätte geplant. Junxi und sein Vater haben für die Übergabe des Schwertes einen Finderlohn von den Behörden bekommen.

sun

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