Christian Doppler Der Mann, dem wir die Radarfalle zu verdanken haben

Sie sitzen häufiger im Auto und begegnen Radarfallen? Oder hören, wie sich ein Krankenwagen nähert? Dann sollten Sie hier weiterlesen.

Screenshot von Googles Startseite am Mittwoch
Google

Screenshot von Googles Startseite am Mittwoch


"Die lohnendsten Forschungen sind diejenigen, welche, indem sie den Denker erfreu'n, zugleich der Menschheit nützen."
Christian Doppler

In der Medizin, in der Luftfahrt, in der Astronomie, in der Technik - es gibt zahlreiche Bereiche, in denen der sogenannte Doppler-Effekt angewendet wird. Auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben höchstwahrscheinlich schon Erfahrung damit gemacht - zumindest, wenn Sie häufiger im Auto unterwegs sind. Aber dazu später gleich mehr.

Das Phänomen wurde nach seinem Entdecker benannt: Christian Andreas Doppler. Geboren wurde er am 29. November 1803 in Salzburg, später studierte er Mathematik, Geometrie und Physik am Polytechnischen Institut in Wien. Ab 1835 arbeitete er einige Jahre lang als Professor für Arithmetik, Algebra und Geometrie in Prag.

Im Jahr 1842 veröffentliche Doppler seine Schrift "Über das farbige Licht der Doppelsterne". Der Christian-Doppler-Fonds schreibt auf seiner Website dazu: "Selbst in seinen kühnsten Träumen hätte sich der Visionär Christian Doppler kaum vorstellen können, welche Bedeutung seine Entdeckung einmal für die gesamte Menschheit haben würde."

Auf der Homepage wird der Doppler-Effekt in Grafiken, Videos und Text erklärt. Es heißt dort unter anderem: "Der Doppler-Effekt beschreibt die Änderung der Frequenz einer Welle und zwar abhängig vom Bewegungszustand ihres Senders und/oder Empfängers. Das klassische Beispiel, um den Doppler-Effekt zu erklären, ist ein Krankenwagen, der an einem Beobachter vorbeifährt. Durch die Bewegung des Wagens werden die Schallwellen vor dem Auto gestaucht und hinter dem Auto gedehnt. Der Beobachter nimmt diesen Effekt dann durch die unterschiedliche Tonhöhe des Martinshorns wahr: Bevor der Krankenwagen ihn erreicht hat, ist der Ton höher, sobald der Wagen sich von ihm entfernt, ist der Ton tiefer."

Die meisten Menschen dürften den Doppler-Effekt also von der Straße kennen. Entweder durch die Krankenwagen - oder aber durch Radarfallen. Um die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos zu ermitteln, senden die Geräte elektromagnetische Wellen aus (Primärsignale), die dann von den Fahrzeugen reflektiert und als sogenannte Sekundärsignale wieder beim Sensor des Radargeräts ankommen. Dass sich daraus die Geschwindigkeit des herannahenden Fahrzeugs errechnen lässt, liegt am Doppler-Effekt (mehr dazu lesen Sie hier).

Der berühmte Mathematiker und Physiker starb im März 1853 in Italien. An diesem Mittwoch erinnert Google auf seiner Startseite in Deutschland aber nicht an den Todes-, sondern an den Geburtstag Dopplers: Er wäre heute 214 Jahre alt geworden. Die Grafik dazu stammt von Max Löffler, zu sehen ist Doppler in seiner Heimatstadt Salzburg, er hält ein Flugzeug - und natürlich ist auch der nach ihm benannte Effekt festgehalten.

aar

Mehr zum Thema


zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.