Treibhausgas: Weltweiter CO2-Ausstoß erreicht 2011 Rekordhoch

Weltweit wurden im Jahr 2011 gigantische 34 Milliarden Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen - damit hat die Belastung der Erdatmosphäre ein Rekordniveau erreicht, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien. Spitzenreiter bleibt China, Deutschland belegt Platz sechs.

Schornstein in Australien (Archivbild): Globaler Rekordausstoß an CO2 Zur Großansicht
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Schornstein in Australien (Archivbild): Globaler Rekordausstoß an CO2

Münster - Die Entwicklung scheint ungebremst: Nach Berechnungen des Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) wurden 2011 gigantische 34 Milliarden Tonnen Kohlendioxid - und damit 0,8 Milliarden Tonnen mehr als 2010 - ausgestoßen. Die Zahlen lassen wenig Spielraum für Interpretationen, schreibt das IWR am Dienstag: Der weltweite CO2-Ausstoß ist im vergangenen Jahr auf Rekordniveau gestiegen.

Trauriger Spitzenreiter im internationalen Ranking bleibt unverändert China mit 8,9 Milliarden Tonnen (2010: 8,3 Mrd.), darauf folgen die USA (6 Mrd.) und Indien (1,8 Mrd.). Russland belegt Platz vier (1,6 Mrd.), Japan liegt auf dem fünften Platz (1,3 Mrd.).

Reduktionsversprechen nicht eingehalten

Deutschland konnte seinen CO2-Ausstoß seit 2010 leicht verringern und belegt mit 804 Millionen Tonnen Platz Sechs. Grundlage für die jährlichen Berechnungen des IWR sind die globalen fossilen Energieverbrauchsdaten, die der BP-Konzern bereitstellt.

Auch andere Klimaexperten, etwa des niederländischen Umweltforschungsinstituts PBL und der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission bestätigten den stark gestiegenen Ausstoß. Die vollmundigen Reduktionsversprechen auf den Umweltgipfeln der vergangenen Jahre haben also kaum etwas gebracht, schreiben die Forscher.

Doch es gibt kleine Lichtblicke: Industrie und Energieversorger in Deutschland haben 2011 weniger Kohlendioxid ausgestoßen als im Vorjahr - und blieben unter der erlaubten Grenze. Wie die Emissionshandelsstelle beim Umweltbundesamt (UBA) im April verkündete, ging der Kohlendioxid-Ausstoß in den vom Emissionshandel erfassten Bereichen um ein Prozent zurück. So konnte auch die in Deutschland starke Wirtschaftstätigkeit offenbar durch bessere Energieeffizienz ausgeglichen werden. Die 1640 handelspflichtigen Anlagen hätten "trotz sehr starker Konjunktur und Atomausstieg" rund 450 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen und seien damit knapp unter der erlaubten deutschen Obergrenze von 452,8 Millionen Tonnen geblieben.

nik/dpa

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