Grabstätte in Peru Archäologen entdeckten 3000 Jahre alte Menschenskelette

Es soll sich um Überreste von Menschen aus der Marcavalle-Kultur handeln: Forscher haben im peruanischen Cusco zwei uralte Skelette gefunden. Ein Schädel war mit Gold und Silber geschmückt.

Menschenskelett in Cusco
Percy Hurtado Santillan/Agentur Andina/DPA

Menschenskelett in Cusco


Archäologen haben in Cusco zwei 3000 Jahre alte Menschenskelette gefunden. Es handele sich um die Überreste von jungen Erwachsenen der Marcavalle-Kultur, sagte die Archäologin Luz Monrroy der Nachrichtenagentur Andina. Einer von ihnen soll wahrscheinlich zu Lebzeiten eine bedeutende Persönlichkeit gewesen sein - der Schädel war mit einer Plakette aus Gold und Silber geschmückt.

Auch die Kulturbehörde in Cusco berichtete über den Fund. Demnach handelt es sich in einem Fall um das Skelett einer etwa 20-jährigen Person. Ähnlich sehe es beim zweiten Skelett aus.

Skelett-Untersuchung in Cusco
Percy Hurtado Santillan/Agentur Andina/DPA

Skelett-Untersuchung in Cusco

Unmittelbar am Grab wurden zudem die Überreste eines kamelartigen Opfertieres gefunden. In der Umgebung der Skelette wurden auch Spuren einer Steinbauwerkstatt und Keramikstücke gefunden. Die Ausgrabungsstelle ist rund 28.000 Quadratmeter groß. Im Jahr 2013 war dort bereits ein Grab mit Überresten von fünf Menschen entdeckt worden.

Die nun gefundenen Skelette sollen von Jugendlichen stammen, die zur Marcavalle-Kultur gehörten. Die bevölkerte das Cusco-Tal in Peru rund 1000 Jahre v.Chr. Die Inkas besetzten das Gebiet erst 2000 Jahre später.

aar/dpa



insgesamt 11 Beiträge
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opinio... 26.10.2018
1. Lasst die Toten ruhen?
Was genau suchen die Archäologen eigentlich? Was kann man aus solchen Funden lernen? Es fällt der Menschheit ja schon schwer, aus der jüngeren Geschichte zu lernen. Gentechnisch könnten sicher Erkenntnisse gewonnen werden, die Argumente gegen die immer noch große Zahl von Kreationisten liefern könnten.
Liudin69 26.10.2018
2. Jo, so ist es
Zitat von opinio...Was genau suchen die Archäologen eigentlich? Was kann man aus solchen Funden lernen? Es fällt der Menschheit ja schon schwer, aus der jüngeren Geschichte zu lernen. Gentechnisch könnten sicher Erkenntnisse gewonnen werden, die Argumente gegen die immer noch große Zahl von Kreationisten liefern könnten.
kann mich nur anschließen. Es zeugt nicht von Respekt, die menschlichen Überreste einer Person so zur Schau zu stellen. Man macht hier keinen Unterschied zwischen Vasenausgrabungen und Menschenfunden. Da kaspern ein paar Doktores mit Lupe vor dem Auge durch Gräber und ihre Erkenntnisse interessieren tatsächlich nur sie und ihren Wissenschaftskreis selbst. Indiana Jones Job ist mir schon auf den Keks gegangen. "Oh, ein Schädel, boah! Oh, eine alte Kiste! Wahnsinn! Dafür töte ich doch gerne ein paar Eingeborene!" Archäologen können uns bei unseren heutigen Problemen überhaupt nich behilflich sein. Ist für mich eher eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Studienabgänger, die sonst niemand gebrauchen kann. Sorry. Eher etwas fürs Museum der Berufe.
Koda 26.10.2018
3. Was kann man nicht lernen?
Zitat von opinio...Was genau suchen die Archäologen eigentlich? Was kann man aus solchen Funden lernen? Es fällt der Menschheit ja schon schwer, aus der jüngeren Geschichte zu lernen. Gentechnisch könnten sicher Erkenntnisse gewonnen werden, die Argumente gegen die immer noch große Zahl von Kreationisten liefern könnten.
Ich weiß nicht wie Ihre Frage gemeint ist im Zusammenhang mit dem Folgesatz bzgl. der jüngeren Geschichte. Aber wenn man erst überhaupt gar nicht erst etwas untersucht, kann man gar nichts lernen. Man kann aufgrund der Grabfunde etwas über die vergangene Kultur lernen, z.B. wie vielfältig sie gewesen sein könnte. Man könnte auch etwas über Sitten und Abstammung lernen - und vielleicht nicht nur Kreationisten sondern auch Rassisten widersprechen. Man kann etwas über Krankheiten lernen - z.B. wenn man alte Virenstämme findet und sie mit moderneren Varianten vergleichen kann. Viele Fragen können beantwortet werden oder überhaupt erst gestellt werden, wenn man auch alte Skelette untersucht. Hinterher kann man sie ja wieder begraben. Das Problem können dann aber wiederum Grabräuber sein, die die Knochen dann wieder verhökern - an irgendjemanden, der aus für Sie un mich unerfindlichen Gründen ein Heidengeld dafür bezahlt.
Koda 26.10.2018
4. Ihr Satz zeugt leider von Ignoranz und Ahnungslosigkeit
Zitat von Liudin69kann mich nur anschließen. Es zeugt nicht von Respekt, die menschlichen Überreste einer Person so zur Schau zu stellen. Man macht hier keinen Unterschied zwischen Vasenausgrabungen und Menschenfunden. Da kaspern ein paar Doktores mit Lupe vor dem Auge durch Gräber und ihre Erkenntnisse interessieren tatsächlich nur sie und ihren Wissenschaftskreis selbst. Indiana Jones Job ist mir schon auf den Keks gegangen. "Oh, ein Schädel, boah! Oh, eine alte Kiste! Wahnsinn! Dafür töte ich doch gerne ein paar Eingeborene!" Archäologen können uns bei unseren heutigen Problemen überhaupt nich behilflich sein. Ist für mich eher eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Studienabgänger, die sonst niemand gebrauchen kann. Sorry. Eher etwas fürs Museum der Berufe.
Anders kann man Ihre Gleichsetzung von Indiana Jones-Filmen mit moderner Archäologie und Wissenschaft nicht erklären. Vielleicht fehlt da noch die Worte Überheblichkeit (=> "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Studienabgänger, die sonst niemand gebrauchen kann.") und Dummheit. Sorry, ich wollte da echt nicht persönlich werden, aber von oben bis unten durch zeigt Ihr Kommentar nichts Anderes.
Sissy.Voss 26.10.2018
5. So, so... (#1 und #2)
Zitat von Liudin69kann mich nur anschließen. Es zeugt nicht von Respekt, die menschlichen Überreste einer Person so zur Schau zu stellen. Man macht hier keinen Unterschied zwischen Vasenausgrabungen und Menschenfunden. Da kaspern ein paar Doktores mit Lupe vor dem Auge durch Gräber und ihre Erkenntnisse interessieren tatsächlich nur sie und ihren Wissenschaftskreis selbst. Indiana Jones Job ist mir schon auf den Keks gegangen. "Oh, ein Schädel, boah! Oh, eine alte Kiste! Wahnsinn! Dafür töte ich doch gerne ein paar Eingeborene!" Archäologen können uns bei unseren heutigen Problemen überhaupt nich behilflich sein. Ist für mich eher eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Studienabgänger, die sonst niemand gebrauchen kann. Sorry. Eher etwas fürs Museum der Berufe.
So, so ... Indiana Jones also. Mir scheint, Sie halten das für die Realität der Archäologie, neben ein paar schrulligen Doctores, die mit der Lupe durch Gräber "kaspern". Was Ihre persönlichen Berufe - sicher nichts akademisches - für die Entwicklung der Menschheit zu leisten vermögen, kann ich nicht beurteilen. Die Archäologie hat uns jedenfalls jegliche Information beschert, die wir über die vergangenen Völker und ihre Lebensumstände(!) haben, nebst eben der Erkenntnis, dass Gott zwar die Menschen nicht persönlich nach seinem Antlitz geschaffen hat, es aber auch nicht verhinderte, dass ein paar Affen(vorfahren) sich zu den verschiedenen Menschenarten entwickelt haben, die die Erde bevölkern und bevölkerten. Die anderen halten Archäologie für überflüssig, wie den Erwerb von Wissen überhaupt. Schließlich: was bringt uns z.B. die Astrophysik oder so? Kann man nicht essen und Autos werden davon auch nicht billiger. Wissen und Bildung sind es schließlich, die aus entwickelten Affen schlussendlich Menschen gemacht haben ;- ) Da erübrigt sich die Antwort darauf, ob Tote bzw. ihre knöchernen Überreste untersucht werden dürfen oder sollen, von alleine. Wie würden Sie feststellen wollen, wie die früheren Menschen gelebt haben, was sie gegessen, getrunken, geglaubt und gearbeitet haben, wenn nicht durch ihre Untersuchung. DAS, glaube ich, ist der wirkliche Respekt vor dem Leben und der Lebensleistung unserer Vorfahren. Gell, Indiana Jones!
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