Innovationsförderung: Deutsche Firmen investieren Rekordsumme in Forschung

Mehr als 50 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen im Jahr 2011 in die Forschung gesteckt - vor allem die Autokonzerne investierten. Laut Stifterverband ist die Prognose für 2012 aber verhalten.

VW-Werk in Wolfsburg (Archivbild): 7,2 Milliarden für Forschung und Entwicklung Zur Großansicht
dapd

VW-Werk in Wolfsburg (Archivbild): 7,2 Milliarden für Forschung und Entwicklung

Deutsche Unternehmen stecken in Europa das meiste Geld in Forschung und Entwicklung. Insgesamt investierten sie im Jahr 2011 eine Rekordsumme von mehr als 50 Milliarden Euro, ergab eine Untersuchung des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft.

Im Vergleich zum Vorjahr steigerten die Unternehmen ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung demnach um 7,2 Prozent auf 50,3 Milliarden Euro. Ihr Forschungspersonal stockten sie auf knapp 350.000 Vollzeitkräfte auf - ein Anstieg um 3,7 Prozent.

Die mit Abstand forschungsstärkste Branche ist laut Stifterverband die Kfz-Industrie. Die Autobauer investierten 15,8 Milliarden Euro, unter anderem in die Entwicklung der Elektromobilität. Unter den Unternehmen gab der Wolfsburger VW-Konzern laut EU-Kommission im vergangenen Jahr mit 7,2 Milliarden Euro das meiste Geld für Innovationen aus. Daimler investierte rund 5,6 Milliarden Euro, BMW etwa 3,4 Milliarden Euro.

Weniger forschungsfreudig zeigten sich dagegen die Energieversorger. Sie reduzierten 2011 die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um mehr als vier Prozent. Als möglichen Grund dafür nannte der Stifterverband wirtschaftliche Schwierigkeiten aufgrund der Energiewende.

Das Ziel: Drei Prozent des BIP in Forschung investieren

Nach Angaben des Bundesforschungsministeriums stiegen die Ausgaben von Unternehmen und Staat zusammen auf einen Rekordwert von insgesamt rund 74,6 Milliarden Euro. Damit erreichten sie einen Anteil von knapp 2,9 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Deutschland ist also nicht mehr weit von dem Ziel entfernt, drei Prozent des BIP in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Im EU-Durchschnitt werden laut Forschungsministerium derzeit nur etwa zwei Prozent des BIP in Forschung und Entwicklung investiert. In anderen großen EU-Nationen wie Frankreich (2,25 Prozent), Großbritannien (1,8 Prozent), Spanien (1,33 Prozent) und Italien (1,25 Prozent) wird demnach deutlich weniger in diese Bereiche gesteckt.

Für das laufende Jahr rechnet der Stifterverband allerdings mit verhaltener Investitionstätigkeit. Mit 1,9 Prozent würden die Forschungsausgaben voraussichtlich nur etwa im Rahmen der Inflationsrate steigen. Für 2013 erwarten die Unternehmen einen Anstieg von 3,6 Prozent. Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft ist ein Zusammenschluss aus rund 3000 Unternehmen, Unternehmensverbänden, Stiftungen und Privatpersonen. Für die Erhebung wurden 2012 im Auftrag des Bundesforschungsministeriums rund 21.000 Unternehmen befragt.

wbr/AFP/dpa

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1. Wenn man bedenkt ...
Worldwatch 07.12.2012
... wie wichtig F&E fuer den, resp. am Industriestandort D. ist, kann man nicht umhin zu sagen, dass dies nach wie vor viel zu wenig Investitionen sind. Haelt man hierzu allein die Ausgaben fuer "Soziales" insgesamt gegenueber, oder gar fuer sog. "Errettungen" anderer, schrumpfen die Betraege sogar auf Miniaturniveau. Das andere "EU"-Staaten dazu noch weniger machen, ist kein Argument um zu sagen, "aber bitte, D. ist doch fuehrend". D. hat nun einmal, bei aller Wertschaetzung seiner Agrar- wie auch Bier-u.Weinprodukte und Umgebungsschoenheiten, nichts anderes, insb. international nichts verkaufbares zu bieten, als 'Stand der Wissenschaft und insb.(Industrie-)Technik'. Zieht man vom F&E-Volumen den Betrag fuer den -sicherlich Produkt- wichtigen- Kfz-Sektor ab, kann man nur sagen; die F&E-Ausgaben reichen fuer D., und dessen Industrie- wie Konsumguetergueterindustrie-F&E, sowie Zukunftssicherungen, international nurmehr noch fuer hintere Plaetze, oder 2.Liga. Um international in der 1.-Liga, gar in den top-ten, mitspielen zu koennen, ist damit aber -deutlich- zu wenig getan. Es gibt m.E.n. keinen Grund, sich aufgrund der genannten Zahlen als (abseits mancher Kfz-Branchen evtl.) "gut aufgestellt" oder gar zukunftstuechtig bezeichnen zu wollen.
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