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Konkurrenzdenken: Rot macht Frauen eifersüchtig

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Signalfarbe Rot: "Ich würde vermuten, dass diese Frau Männer betrügt" Zur Großansicht
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Signalfarbe Rot: "Ich würde vermuten, dass diese Frau Männer betrügt"

Frauen in roter Kleidung haben es schwer bei Geschlechtsgenossinnen: Die Farbe erscheint attraktiv - und macht deshalb eifersüchtig. Damen in roter Garderobe gelten als untreu.

Frauen, die sich mit anderen Frauen gut stellen wollen, sollten wohl eher auf rote Kleidung verzichten. Schon länger war bekannt, dass Männer Frauen besonders attraktiv finden, wenn diese rote Kleidung tragen. Nun zeigt sich: Auch Frauen stufen Frauen in Rot nach dem ersten Eindruck als attraktiver ein, aber auch als untreu und gefährlich für die eigene Beziehung. Es drohen Eifersucht und Zickenkrieg.

Andrew Elliot von der University of Rochester im US-Bundesstaat New York und Kollegen testeten die Wirkung der Signalfarbe auf insgesamt gut 660 Frauen unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Im ersten Versuch sollten knapp 200 Frauen zwischen 18 und 65 Jahren entweder eine rot oder eine weiß gekleidete Frau bewerten. In einem Onlinefragebogen schätzten die Studienteilnehmer die sexuelle Offenheit ein, etwa wie stark die Frau auf dem Bild dem Eindruck nach an Sex interessiert ist.

Es zeigte sich, dass die gleiche Frau in Rot gekleidet als deutlich empfänglicher für sexuelle Reize eingestuft wurde, als wenn sie weiß oder grün trug. Ob diese Einschätzung auch zu verstärkter Eifersucht und Konkurrenzdenken führt, testeten die Forscher in zwei weiteren Experimenten. "Eifersucht äußert sich, indem schlecht über eine andere Person gesprochen wird, um diese minderwertig, lästig oder unsympathisch erscheinen zu lassen", erklärt Elliots Kollege Adam Pazda.

Rot = untreu

Also sollten die Testpersonen einschätzten, für wie wahrscheinlich sie es hielten, dass die abgebildete, entweder in rot oder weiß gekleidete Frau Männer betrügt. Im dritten Versuch mit ausschließlich liierten Studentinnen fragten die Forscher zudem, wie gern die Testpersonen die abgebildete Dame ihrem Freund vorstellen würden oder ihn allein Zeit mit dieser verbringen lassen würden.

In beiden Versuchen stellten die Testpersonen die Treue der rot gekleideten Damen deutlich stärker infrage. Außerdem wollten sie die rot gekleidete Frau häufiger nicht mit ihrem Partner allein lassen.

Die Ursache des Rotfaibles

Die Versuche zeigten, dass beide Geschlechter Rot als sexuelle Signalfarbe betrachten, schreiben Andrew Elliot und Kollegen in der Fachzeitschrift "Personality and Social Psychology Bulletin". Ob soziale Prägung oder biologische Mechanismen der Grund dafür sind, bleibe allerdings offen. Möglicherweise spiele auch beides eine Rolle. Beobachtungen bei Verwandten des Menschen liefern Hinweise.

So lässt sich bei Schimpansen beobachten, dass Weibchen, die neu zu einer Gruppe stoßen besonders aggressiv von Geschlechtsgenossinnen angegangen werden, wenn sie begattungsbereit sind. Dann sind ihre Geschlechtsteile gut durchblutet, geschwollen und rot.

Bei Rhesusaffen kann ein rotes Gesicht Paarungsbereitschaft signalisieren. Selbst als Forscher nicht paarungswillige Tiere rot anmalten, reagierten Artgenossen intensiv auf die roten Gesichter. Offenbar nehmen sie die optische Veränderung wahr.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Dennoch könnten derzeit noch keine eindeutigen Schlüsse gezogen werden, woher die Vorliebe für rot kommt, schreiben Elliot und Kollegen. Es wäre interessant zu erfahren, wie die Farbe im Vergleich zu gelb, blau oder schwarz abschneidet. Vor allem der Vergleich zu schwarz scheint reizvoll, da es ebenfalls als sexy und zudem elegant gilt. Außerdem müsse noch stärker differenziert werden, was rote Kleidung in unterschiedlichen Kulturen über eine Person sagt.

Offen bleibt auch, wie groß der Einfluss der Farbe auf die Gesamtbewertung der Attraktivität ist. Oder anders gefragt: Macht rot allein aus einem Entlein einen Schwan? So weit geht der Einfluss vermutlich nicht. Dennoch könne die Auswahl der Kleiderfarbe im Alltag unerwünschte Nebenwirkungen haben, schreiben die Forscher.

Etwa, wenn eine Frau sich im Arbeitsumfeld rot kleidet und dadurch unabsichtlich sexuelle Verfügbarkeit signalisiert. Ob aber rote Kleidung im täglichen Leben tatsächlich zu Streitigkeiten unter Frauen, Ausgrenzung oder Bevorzugung beiträgt, zeigt die aktuelle Studie nicht.

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insgesamt 27 Beiträge
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1. Dazu braucht es kein rotes Kleid
kumi-ori 11.07.2014
Ich bin immer wieder entsetzt, wie Freundinnen und Kolleginnen über ihre Geschlechtsgenossinnen herfallen. Selbst in einer so unerotischen Umgebung wie dem Arbeitsplatz fallen Worte wie "Schlampe", "aufgedonnert" und Schlimmeres. Ich frage mich, warum? Ich könnte es ja noch verstehen, wenn die rot oder sonstwie gekleidete Konkurrentin versuchen würde, in das partnerschaftliche Schlafzimmer einzudringen. Aber im Büro, wo nur bierbäuchige Kollegen mit Geheimratsecken sich herumtreiben? Buhlen sie wirklich selbst un die Gunst des kurz vor der Pensionierung stehenden Sachbearbeiters, den sie der "Schlampe" nicht gönnen wollen?
2. Lieber auf die Baustelle
Tom Joad 11.07.2014
Zitat von kumi-oriIch bin immer wieder entsetzt, wie Freundinnen und Kolleginnen über ihre Geschlechtsgenossinnen herfallen. Selbst in einer so unerotischen Umgebung wie dem Arbeitsplatz fallen Worte wie "Schlampe", "aufgedonnert" und Schlimmeres. Ich frage mich, warum? Ich könnte es ja noch verstehen, wenn die rot oder sonstwie gekleidete Konkurrentin versuchen würde, in das partnerschaftliche Schlafzimmer einzudringen. Aber im Büro, wo nur bierbäuchige Kollegen mit Geheimratsecken sich herumtreiben? Buhlen sie wirklich selbst un die Gunst des kurz vor der Pensionierung stehenden Sachbearbeiters, den sie der "Schlampe" nicht gönnen wollen?
Ich habe schon an den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen gearbeitet, und eines steht für mich fest: Nie wieder mit anderen zusammen in einem Büro!
3. Holzauge sei wachsam
titeroy 11.07.2014
Zitat von sysopGetty ImagesFrauen in roter Kleidung haben es schwer bei Geschlechtsgenossinnen: Die Farbe erscheint attraktiv - und macht deshalb eifersüchtig. Damen in roter Garderobe gelten als untreu. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/eifersucht-rote-kleidung-steigert-attraktivitaet-von-frauen-a-980375.html
Gut zu wissen, dass es rotgekleidete Damen mit der Treue nicht so genau nehmen. Ich hatte gestern eine sehr gut aussehende und verheiratete Kundin, die mit ihrem Mann meine Dienste gebucht hat. Sie werde ich bald wiedersehen, ihr Mann ist anderweitig verplant. Ich bin mal gespannt. (-;
4.
Steve Holmes 11.07.2014
Zitat von kumi-oriIch bin immer wieder entsetzt, wie Freundinnen und Kolleginnen über ihre Geschlechtsgenossinnen herfallen. Selbst in einer so unerotischen Umgebung wie dem Arbeitsplatz fallen Worte wie "Schlampe", "aufgedonnert" und Schlimmeres. Ich frage mich, warum? Ich könnte es ja noch verstehen, wenn die rot oder sonstwie gekleidete Konkurrentin versuchen würde, in das partnerschaftliche Schlafzimmer einzudringen. Aber im Büro, wo nur bierbäuchige Kollegen mit Geheimratsecken sich herumtreiben? Buhlen sie wirklich selbst un die Gunst des kurz vor der Pensionierung stehenden Sachbearbeiters, den sie der "Schlampe" nicht gönnen wollen?
Ich halte den Arbeitsplatz für absolut nicht unerotisch. Da verbringen viele Menschen den Großteil ihrer wachen Zeit. Sex im Schlafzimmer ist doch eher langweilig. Da ist ein Quicki auf dem Schreibtisch oder hinter dem Warenregal viel aufregender. Vor allem wenn es nicht mit dem festen Partner ist.
5. Gilt generell im Verkehr
ein-berliner 11.07.2014
Zitat von sysopGetty ImagesFrauen in roter Kleidung haben es schwer bei Geschlechtsgenossinnen: Die Farbe erscheint attraktiv - und macht deshalb eifersüchtig. Damen in roter Garderobe gelten als untreu. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/eifersucht-rote-kleidung-steigert-attraktivitaet-von-frauen-a-980375.html
Bei ROT sollt du stehen, bei GRÜN kannst du gehen. Grundgesetz bei allen Anhängseln.
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