Berlin - Der österreichische Abenteurer Felix Baumgartner ist seinem Ziel näher gekommen, aus 37 Kilometern Höhe zur Erde zu springen. Er absolvierte am Donnerstag einen Probesprung aus fast 22 Kilometern Höhe. Projektsprecherin Trish Medalen erklärte, Baumgartner sei in einer an einem Heliumballon befestigten Druckkapsel auf die Ausgangshöhe gebracht worden. Von dort sei er dann gut acht Minuten lang auf die Erde zugestürzt - drei Minuten und 43 Sekunden davon im freien Fall.
Anschließend sei Baumgartner wieder gelandet, sagte Medalen. Er habe zwischenzeitlich eine Geschwindigkeit von rund 580 Kilometern pro Stunde erreicht. Der 42-jährige Springer selbst erklärte, die Aussicht sei atemberaubend gewesen, deutlich besser als er sich das vorgestellt habe. Er sei jetzt Mitglied in einem sehr exklusiven Club, so Baumgartner. Der Österreicher gilt als der dritte Mensch, der jemals aus so einer großen Höhe gesprungen und sicher gelandet ist.
In diesem Sommer will Baumgartner aber sein eigentliches Ziel erreichen. Er plant einen Sprung aus rund 37 Kilometern Höhe - und will dabei gleich mehrere Rekorde aufstellen: den für den höchsten bemannten Ballonflug, den für den freien Fall aus höchster Höhe und den für den mit rund fünf Minuten und 30 Sekunden längsten freien Fall.
Der frühere US-Luftwaffenoberst Joe Kittinger hält den bisherigen Rekord im freien Fall. Im Jahr 1960 war er aus 31.333 Metern Höhe aus einem Ballon gesprungen. Mittlerweile ist Kittinger "Sonderberater" Baumgartners. Der Sprung wird von einem Getränkehersteller bezahlt und ist nicht zuletzt ein großes Spektakel, Baumgartner verspricht aber auch wissenschaftliche Erkenntnisse - zur Fortentwicklung von Astronautenanzügen und Fallschirmen ebenso wie zur Reaktion des menschlichen Körpers auf die extremen Belastungen.
chs/AP
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