Deutsches Forschungsschiff: Matrose der "Heincke" vor Helgoland vermisst

In der Nordsee suchen Rettungskräfte nach einem Besatzungsmitglied des deutschen Forschungsschiffs "Heincke". Der Mann war zuletzt in der Nacht zum Mittwoch gesehen worden.

Forschungsschiff "Heincke" (Archivbild): Suche nach vermisstem Matrosen Zur Großansicht
Roland Krone / Alfred-Wegener-Institut

Forschungsschiff "Heincke" (Archivbild): Suche nach vermisstem Matrosen

Helgoland - Rettungskräfte suchen seit den frühen Morgenstunden mit einem Großaufgebot nach dem vermissten Matrosen. Neben vier Seenotkreuzern, einem Hubschrauber der Marine, einem Schiff der Bundespolizei sowie zwei weiteren Behördenschiffen beteiligt sich auch ein Passagierschiff an der Suche.

Der Mann war zuletzt gegen 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch an Bord der "Heincke" gesehen worden, erklärte ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Es soll sich um einen Matrosen handeln. Wie es zu dem Verschwinden des Mannes kam, ist bislang nach Angaben des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven nicht bekannt.

"Wir hoffen, dass der Matrose so schnell wie möglich gefunden wird, sind in Gedanken bei seinen Angehörigen und vertrauen ganz auf die langjährige Erfahrung der Seenotretter", sagte die Verwaltungsdirektorin des AWI, Heike Wolke. Das Schiff mit insgesamt zwölf Besatzungsmitgliedern und sechs Wissenschaftlern an Bord war zum Zeitpunkt des Verschwindes des Matrosen etwa zwölf Seemeilen östlich von Helgoland unterwegs.

Die rund 55 Meter lange und 13 Meter breite "Heincke" war nach Angaben des AWI am 2. August vom Heimathafen Bremerhaven zu einer neuntägigen Forschungsfahrt ausgelaufen, bei der geologische und biologische Untersuchungen in der Deutschen Bucht gemacht wurden. Das Forschungsschiff sollte am 10. August für einen Tag nach Bremerhaven zurückkehren, um dann weiter nach Spitzbergen zu fahren.

Die 1990 gebaute "Heincke" ist nach dem Gründungsdirektor der damaligen "Königlichen Biologischen Anstalt Helgoland", Friedrich Heincke, benannt. Das Forschungsinstitut gehört heute zum AWI. Das Schiff ist an rund 200 Tagen pro Jahr im Einsatz. Die "Heincke" ist ein Schwesterschiff des Forschungsschiffes "Alkor", das für das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel im Einsatz ist.

chs/dapd

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