Greenpeace-Protest Aktivisten entern französisches Atomkraftwerk

Sie kamen um 5 Uhr morgens und kletterten auf die Anlage: Aktivisten der Organisation Greenpeace entrollten auf dem südfranzösischen AKW Tricastin Transparente. Ihr Protest richtet sich vor allem gegen Präsident Hollande.

AFP/ Greenpeace

Hamburg - Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind in die südfranzösische Nuklearanlage Tricastin eingedrungen. Nach Angaben der Organisation kletterten die Demonstranten auf die Bauten und entrollten dort am Montagmorgen ein Banner mit der Botschaft "Atomunfall in Tricastin - Ist François Hollande der Präsident der Katastrophe?". Zudem wurden mit einem Lichtprojektor ein riesiger Riss und weitere Botschaften auf das Gebäude von Reaktor 1 projiziert.

Fünf Aktivisten wurden festgenommen, wie das französische Innenministerium sowie der Betreiber EDF mitteilten. Dem Innenministerium in Paris zufolge gelang es ihnen aber nicht, in die "sensiblen Bereiche" des Kraftwerks vorzudringen, ähnlich äußerte sich auch eine Sprecherin von EDF.

Den Angaben zufolge handelte es sich um rund 20 Aktivisten. Wie Greenpeace-Sprecherin Isabelle Philippe sagte, drangen die Aktivisten gegen 5 Uhr am Montagmorgen auf das Gelände der Anlage im Departement Drôme im Südosten Frankreichs vor.

Die Polizei bestätigte, dass sich Protestierende bei der Anlage befanden, machte aber zunächst keine Angaben zu Details. In den vergangenen Jahren hatten Greenpeace-Aktivisten immer wieder auf dem Gelände von Nuklearanlagen gegen die Gefahren der Atomindustrie demonstriert und auf Sicherheitsprobleme in den Kraftwerken aufmerksam gemacht.

boj/AFP/dpa



insgesamt 84 Beiträge
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orthos 15.07.2013
1. Soviel zu...
Unsere AKWs sind sicher...
nomadas 15.07.2013
2. Profi
Bravo et grand merci! Der Standort ist top ausgesucht, beste Urlauberlage, jetzt, wo La France in die traditionellen Ferien düst, au bord de la mer! Und dass Frankreich voll ist, mit über 70 AKW muss da unter die Haut gehen. En Passant, machen diese Todesmeiler letztlich auch den Krieg in Mali erforderlich und sonst noch in Afrika. Denn dort holen EDF & Co. das Uran her, um die Tempel der Hölle überhaupt zu befeuern. Ja, Francois, im absoluten Umfragetief, da braut sich was zusammen, nach dem Wegfall AAA!
Vermalia 15.07.2013
3. Wären es Terroristen gewesen?
Zitat von sysopREUTERSSie kamen um fünf Uhr morgens und kletterten auf die Anlage: Aktivisten der Organisation Greenpeace entrollten auf dem südfranzösischen AKW Tricastin Transparente. Ihr Protest richtet sich vor allem gegen Präsident Hollande. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/frankreich-greenpeace-aktivisten-in-akw-tricastin-eingedrungen-a-911121.html
Wie kann man ein Atomkraftwerk so unbewacht lassen? Insofern eine sehr gute Aktion von Greenpeace, weil sie einen schlimmen Missstand aufdeckt. Es hätten genausogut Terroristen mit einer großen Menge Sprengstoff sein können...
copperfish 15.07.2013
4. sicher
"Dem Innenministerium in Paris zufolge gelang es ihnen aber nicht, in die "sensiblen Bereiche" des Kraftwerks vorzudringen, ähnlich äußerte sich auch eine Sprecherin von EDF." Naja, was sollen die auch sagen. Zum Glück waren das keine der überall gewitterten "Terroristen". So läuft es halt, wenn man sich nur auf die NSA verlässt.
spieser 15.07.2013
5. sobald das Geld im Kasten klingt, die grüne Seele in den Himmel springt
es handelt sich wieder mal um das hinlänglich bekannte "Werbefersehen" von Greenpeace. Man muss schlieslich was tun um die Gemeinde der Unterstützer in Spendierlaune zu bringen.
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