Gesunde Ernährung New York streicht schädliche Fette von der Speisekarte

Sie erhöhen das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen und gelten hierzulande als unerwünschter Bestandteil der Nahrung - Transfette sind ungesund. Nun hat New York als erste Stadt der USA die schädlichen Fette aus Restaurants und Imbissen verbannt.


New York - Der Gesundheitsausschuss von New York hat heute ein Verbot für die Herz- und Kreislauf schädigenden Fette ausgesprochen. Demnach dürfen die preiswerten, aber ungesunden Transfette in Zukunft nicht mehr in den Restaurants und Imbissstuben der Millionenstadt verwendet werden. Der Beschluss, nach Zigaretten auch Transfette in Lokalen, Cafés, und Konditoreien zu verbannen, wurde einstimmig gefasst.

Betroffen von dem Fett-Verbot sind rund 20.000 Restaurants in allen fünf Stadtbezirken von New York und auch Bäckereien, Cafés und Salat-Büfetts. Köchen und Bäckern gab die Stadtversammlung allerdings etwas mehr Zeit zur Umstellung. Sie müssen die meisten Transfette bis Juli kommenden Jahres ausrangieren und die restlichen bis Mitte 2008.

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht
verarbeiten kann. Sie sind in vielen beliebten Lebensmitteln
enthalten, etwa in Fast-Food-Produkten, Keksen, frittierten Speisen oder fetten Brotaufstrichen. Transfette sind preiswerter als andere Fettarten, länger haltbar und häufiger wieder zu gebrauchen. Der Konsum dieser Fettsäuren kann auf Dauer zum Verschluss von Herzkranz-und Hirngefäßen und damit zum Infarkt oder Schlaganfall führen.

In Europa hat Dänemark bereits Höchstgrenzen für die Fettart in
Lebensmitteln eingeführt. Dort dürfen die Transfette nur zwei Prozent des Gesamtfettgehaltes ausmachen. In Deutschland gibt es derartige Höchstwerte nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertete Transfettsäuren im
Januar 2006 zwar als "unerwünschte Bestandteile unserer Nahrung". Jedoch fehlten für eine endgültige Bewertung der gesundheitlichen Wirkung weitere Untersuchungen. Zudem nehme der Verbraucher im Vergleich mit den ebenfalls schädlichen, gesättigten Fettsäuren durchschnittlich zehn Mal weniger Transfettsäuren auf.

Bereits jetzt aber könnten Verbraucher hierzulande über Angaben auf der Verpackung auf Transfettsäuren in einem Lebensmittel schließen, heißt es beim BfR. Der Vermerk "gehärtet" in Verbindung mit Fetten oder Ölen weise darauf hin.

kai/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.