Globale Erwärmung Klimaflüchtlinge vom Ende der Welt

Land unter in Arktis und Pazifik: Meeresanwohner verlieren ihre Heimat - schon heute sind ganze Dörfer von den Folgen des Klimawandels bedroht. Vier dramatische Beispiele zeigen, wie die Erderwärmung die Menschen vertreibt.


Das Meer nagt am Strand, die ersten Häuser sind längst verschlungen. Weil die schützende Eiskappe fehlt, um das Dorf Shishmaref (US-Bundesstaat Alaska) vor der Wucht der Winterstürme zu schützen, versinkt die Siedlung langsam im arktischen Meer. Es sind solche Geschichten, die der Angst vor den Folgen des Klimawandels ein Gesicht verleihen.

Sie verlieren ihre Heimat. Nicht in ferner Zukunft, nicht in ein Paar Jahrzehnten, sondern jetzt gerade. Das Schicksal der Inuit von Shishmaref ist symptomatisch für alle jene Gemeinden, die aufwändig geschützt, ganz aufgegeben oder aber verlegt werden müssen – ihre Einwohner sind die ersten Vertriebenen des Klimawandels.

Während in Europa um die Bewertung des EU-Klimakompromiss gestritten wird und EU-Umweltkomissar Stavros Dimas ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen fordert, müssen Menschen an entlegeneren Orten der Welt sich bereits heute darauf gefasst machen, ihre Koffer zu packen und in klimafestere Regionen umzuziehen - oder zumindest ein paar Höhenmeter nach oben.

Die Experten des Weltklimarats der Uno fassen in ihrem noch unveröffentlichten zweiten Teilbericht zum Klimawandel nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen zusammen, dass vier Weltregionen am stärksten zu leiden haben werden:

  • die Arktis (Ursache: stärkste relative Erwärmung),
  • kleine Inselstaaten im Pazifik (Meeresspiegelanstieg),
  • Afrika südlich der Sahel-Zone (Dürren)
  • und die dichtbevölkerten Flussmündungen Asiens (Überschwemmungen).

Vier Beispiele – von der Pazifikinsel Tegua, der arktischen XYZ-Siedlung, der nordäthiopischen Provinz Tigre und dem Flussdelta Bangladeshs – machen deutlich, wovor die Menschen in diesen Weltgegenden sich fürchten:

stx

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