Gotland Wikingerschatz auf Feld entdeckt

Auf der Ostseeinsel Gotland sind etwa 1100 Jahre alte arabische Silbermünzen entdeckt worden. Das sei ein Schatz der Wikinger, meinen Experten, denn die Münzen stammen aus der Zeit, als die Wikinger auf Gotland herrschten - und nicht nur plünderten.


Gotland - Sie waren nicht auf Schatzsuche. Und doch haben zwei schwedische Brüder auf der Ostseeinsel Gotland einen Schatz gefunden: über tausend Jahre alte Münzen aus der Wikingerzeit. Er sei zufällig auf den drei Kilogramm schweren Schatz gestoßen, sagte der 20-jährige Geschichtsstudent Edvin Svanborg am Montag örtlichen Medien.

Wikingerschatz auf Gotland: Eine Handvoll arabische Silbermünzen aus dem zehnten Jahrhundert
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Wikingerschatz auf Gotland: Eine Handvoll arabische Silbermünzen aus dem zehnten Jahrhundert

Edvin habe zusammen mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder Arvid einem Nachbarn bei der Feldarbeit geholfen und dabei eine alte arabische Silbermünze gefunden. Sie gruben weiter, forschten nach - und entdeckten dann zahlreiche weitere Münzen und Halsbänder.

Experten vom Gotland-Museum in Visby datierten die Fundstücke auf ein Alter von etwa 1100 Jahren. Sie stammen offenbar aus der Zeit, als die Wikinger auf der Insel Gotland - 90 Kilometer östlich vom schwedischen Festland - herrschten.

Im Mittelalter florierte auf der Insel Gotland der Ostseehandel. Auch Wikinger waren mit von der Partie: Sie plünderten nicht nur, sondern trieben auch Handel. Die Stadt Visby war eines ihrer Zentren.

Nach Angaben des Museumsleiters Majvor Osterberg gehört der neue Fund zu den 25 wichtigsten archäologischen Entdeckungen auf der Insel. Die beiden jungen Männern werden ihn nicht behalten können, vielleicht gehen sie sogar leer aus: Die Höhe des Finderlohnes stand noch nicht fest.

fba/dpa



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