Griechenland Landwirt entdeckt antike Statue auf einem Feld

In Griechenland ist ein Landwirt bei der Arbeit auf Bruchstücke antiker Statuen gestoßen. Nun haben Archäologen das Feld genauer untersucht und wurden gleich mehrfach fündig.

Greek Culture Ministry/ AP

In der griechischen Kleinstadt Atalandi, etwa 150 Kilometer nordwestlich von Athen, haben Archäologen auf einem Feld vier antike Statuen und mehrere Gräber entdeckt.

Ausgangspunkt der Grabungen war der Fund eines Landwirtes, der bei der Feldarbeit auf den Torso einer antiken Statue gestoßen war. Der Mann meldete seine Entdeckung den Behörden, die Mitte Oktober begannen, den Fundplatz genauer zu untersuchen.

Torso bei allen erhalten

Der von dem Landwirt entdeckte Torso gehört zum Abbild eines jungen Mannes. Es handelte sich um einen sogenannten Kouros. Diese Statuen sind in der Regel unbekleidet, sehr symmetrisch und waren im griechischen Kulturraum weit verbreitet.

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Antike: Vier Figuren und ein Friedhof

Bei ihren Untersuchungen bargen die Archäologen nun Teile von drei weiteren Statuen, teilte das zuständige Ministerium in Griechenland mit. Die Figuren sind lebensgroß und aus Kalkstein gefertigt. Entstanden sind sie den Angaben zufolge in der archaischen Zeit zwischen 700 und 500 vor Christus. Kunstgeschichtlich ging die Archaik der Klassik voraus.

Die Statuen zeigen allesamt junge Männer. Der Torso ist bei allen erhalten, das größte Exemplar hat auch einen Kopf. Es ist 1,22 Meter groß, vom Kopf bis zu den Oberschenkeln am Stück erhalten und zeigt einen bärtigen Mann. Das Gestein der Figuren ist porös. Die Archäologen entdeckten auch Teile eines Sockels.

Friedhof in tieferen Bodenschichten

Warum genau die Statuen einst an dem Ort aufgestellt wurden, wissen die Forscher allerdings nicht. Bislang hätten sie erst einen kleinen Bereich des Feldes untersucht, heißt es in der Mitteilung. Möglicherweise verbergen sich an anderer Stelle weitere Hinweise.

In tieferen Bodenschichten fanden die Wissenschaftler auch alte Grabstätten. Sieben Gräber haben sie bislang untersucht. Diese gehen bis auf das 5. Jahrhundert vor Christus zurück. Die Forscher vermuten, dass die Gräber Teil eines größeren Friedhofs waren.

jme



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