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Hartnäckige Irrtümer: Mythen, an die selbst Mediziner glauben

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4. Teil: 3. Mythos: Haare und Fingernägel wachsen auch nach dem Tod noch weiter

3. Mythos: Haare und Fingernägel wachsen auch nach dem Tod noch weiter

Schneid Dir mal die Nägel: Dass Nosferatu gerade erst dem Sarg entstiegen ist, zeigt schon der Blick auf seine Fingernägel
GMS

Schneid Dir mal die Nägel: Dass Nosferatu gerade erst dem Sarg entstiegen ist, zeigt schon der Blick auf seine Fingernägel

Die meisten der von Vreeman und Carroll befragten Mediziner bejahten diesen Mythos spontan: Dass Fingernägel und Haare weiterwachsen, wissen wir nicht nur aus unzähligen Horrorfilmen. Dieser Glaube ist so fest verwurzelt, dass wir alle das einfach "wissen". Mediziner allerdings, zeigen Vreeman und Carroll, kommen von selbst darauf, dass das nicht stimmen kann, wenn sie auch nur kurz darüber nachdenken: Was tot ist, wächst nicht.

Denn natürlich sind Haare und Nägel Produkte von Lebensprozessen. Dass diese an älteren Leichen mitunter länger wirkten, als zum Zeitpunkt des Todes, liege daran, dass sich nach dem Ableben andere Zellen des Körpers weit schneller zersetzten und zurückzögen. Sprich: Die Fingernägel werden zu Klauen, weil die Finger darunter schwinden.

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