Ben Stiller und Cameron Diaz sind gut fürs Herz. Dramatische Szenen wie in Steven Spielbergs Kriegsdrama "Der Soldat James Ryan" wirkten sich hingegen negativ auf den Blutfluss aus, schreiben Michael Miller von der University of Maryland in Baltimore und seine Kollegen im Fachmagazin "Heart" (Bd. 92, S. 261).
Die Wissenschaftler wählten für ihre Studie 20 gesunde Probanden aus, die sich einen Tag vor dem Film weder sportlich betätigen noch Alkohol trinken durften. Kurz vor der Vorführung maßen die Forscher den Blutfluss in der Oberarm-Arterie. Diese versorgt den Arm mit Blut und eignet sich daher gut für Referenzmessungen von Veränderungen des Blutflusses im ganzen Körper oder auch in Organen wie beispielsweise dem Herzen. Nach den Filmszenen wiederholten die Forscher die Messungen.
Bei 19 der 20 Probanden hatte sich nach den lustigen Filmszenen der Blutfluss verbessert, ergab die Auswertung. Hingegen verschlechterte sich bei 14 der Versuchspersonen die Durchblutung nach den schockierenden Filmszenen. Insgesamt unterschied sich der Blutfluss nach lustigen und schockierenden Filmszenen um rund 50 Prozent.
Wie die positive Wirkung des Lachens und der negative Effekt durch die belastenden Filmszenen auf den Blutfluss zu Stande kommen, darüber können die Forscher bislang nur spekulieren. Möglicherweise beeinflussten ausgeschüttete Hormone die sogenannten Endothelzellen, schreiben die Wissenschaftler. Diese Zellen kleiden die Arterienwand aus und spielen bei der Regulierung des Spannungszustandes der Blutgefäße eine Rolle.
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