Neues aus der Archäologie: Die Farbe des Todes

Von Angelika Franz

Von den Indianern Nordamerikas ausgerichtete Bäume weisen auf heilige Orte. Keramik-Analysen verraten viel über die Farbe, mit der die Maya Menschenopfer bemalten. Und alte Aufzeichnungen offenbaren das grausige Werk eines Hochstaplers. Ein Überblick über neue Entdeckungen aus der Archäologie.


+++ Lebende Artefakte +++

In der Regel sind archäologische Artefakte ziemlich leblos. Doch in den USA gibt es welche, die zum Teil seit über 300 Jahren wachsen und gedeihen: indianische Markierungsbäume. Als die Bäume noch jung und biegsam waren, banden Indianer fast im gesamten Gebiet der heutigen USA die Stämme so Richtung Boden, dass sie nicht weiter gen Himmel wuchsen, sondern erst einmal mehr oder weniger parallel zum Boden. Die Krone des Baumes zeigte dann auf einen heiligen Ort oder markierte den Weg zu Wasser oder Viehgründen.

Verschiedene Gruppen und Organisationen suchen, dokumentieren und pflegen diese Artefakte: "Wir stehen unter Zeitdruck, bevor diese wunderbaren Bäume verschwunden sein werden", sagt Mary Graves, Präsidentin der Dallas Historic Tree Coalition.

Der gemeinnützige Verein Mountain Stewards hat mittlerweile 1850 gebogene Bäume in 39 US-Bundesstaaten registriert. Darunter sind mehrere Gelbkiefern im Florissant Fossil Beds National Monument in Colorado, die auf den Pikes Peak zeigen - ein heiliger Berg des Ute-Stammes. In Texas dagegen dienten viele der Bäume einem anderen Zweck: Sie wiesen den Comanche-Indianern den Weg zu Wasser, Verstecken oder Weidegründen und halfen ihnen so im Krieg gegen die Soldaten der U.S. Army.

So unterschiedlich wie die Bedeutungen können auch die Formen der Bäume sein. Während die Comanchen den unteren Teil des Stammes in der Form eines Halbmondes bogen, verlaufen die Stämme in anderen Teilen des Landes oft erst gerade und stehen dann im 90-Grad-Winkel ab, bevor sie wieder weiter nach oben wachsen.

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insgesamt 12 Beiträge
graf_krolock 09.04.2012
Ah, ein neuer Forschungszweig: die "Ächäologischie". Dem menschlichen Forschergeist bleobt doch nichts verborgen.
Zitat von sysopVon den Indianern Nordamerikas ausgerichtete Bäume weisen auf heilige Orte. Keramik-Analysen verraten viel über die Farbe, mit der die Maya Menschenopfer bemalten. Und alte Aufzeichnungen offenbaren das grausige Werk eines Hochstaplers. Archäologische Kurzmeldungen im Überblick. Neues aus der Archäologie: Die Farbe des Todes - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,825894,00.html)
Ah, ein neuer Forschungszweig: die "Ächäologischie". Dem menschlichen Forschergeist bleobt doch nichts verborgen.
liquimoly 09.04.2012
Woher stammt das Wort?
Woher stammt das Wort?
kadmon 09.04.2012
Was bitte soll der Hinweis mit den Kornkreisen auf einstigem Piktenbauland? Soll uns das jetzt suggerieren, dass die Kornkreise gar nicht von Ausserirdischen stammen sondern von einer Art Piktenzombies? Oder gar, dass die Pikten [...]
Was bitte soll der Hinweis mit den Kornkreisen auf einstigem Piktenbauland? Soll uns das jetzt suggerieren, dass die Kornkreise gar nicht von Ausserirdischen stammen sondern von einer Art Piktenzombies? Oder gar, dass die Pikten selber Ausserirdische waren? Bei mir in der Nähe wurde vor einigen Jahren ein Einkaufstempel auf alemannischen Sickergruben errichtet. Vielleicht sollte man dort auch mal nach einem kausalen Zusammenhang forschen?
stefanro 09.04.2012
Erst mal putzig daß die Maya ihre Menschenopfer bemalten. Mir stellt sich die Frage wie die Maya ihr Indigo gewannen, stammt der Farbstoff doch aus Westasien, bzw. Indien... (Als Contentschleuder braucht sich Spon [...]
Zitat von sysop...Keramik-Analysen verraten viel über die Farbe, mit der die Maya Menschenopfer bemalten... Neues aus der Archäologie: Die Farbe des Todes - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,825894,00.html)
Erst mal putzig daß die Maya ihre Menschenopfer bemalten. Mir stellt sich die Frage wie die Maya ihr Indigo gewannen, stammt der Farbstoff doch aus Westasien, bzw. Indien... (Als Contentschleuder braucht sich Spon hinter Bildonline wahrlich nicht zu verstecken!!!)
Gleiche habe ich mich auch gefragt. ---Zitat--- Bei mir in der Nähe wurde vor einigen Jahren ein Einkaufstempel auf alemannischen Sickergruben errichtet. Vielleicht sollte man dort auch mal nach einem kausalen Zusammenhang [...]
Zitat von kadmonWas bitte soll der Hinweis mit den Kornkreisen auf einstigem Piktenbauland? Soll uns das jetzt suggerieren, dass die Kornkreise gar nicht von Ausserirdischen stammen sondern von einer Art Piktenzombies? Oder gar, dass die Pikten selber Ausserirdische waren?
Gleiche habe ich mich auch gefragt. ---Zitat--- Bei mir in der Nähe wurde vor einigen Jahren ein Einkaufstempel auf alemannischen Sickergruben errichtet. Vielleicht sollte man dort auch mal nach einem kausalen Zusammenhang forschen? ---Zitatende--- Das Rätsel ist gelöst. Auf den Sickergruben wurde ein Schlecker-Markt eröffnet. Da haben wir den Salat ;-)
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  • Montag, 09.04.2012 – 07:21 Uhr
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