Intelligenter lernen Das Hirn ist wie ein Muskel

Die Lernfähigkeit unseres Gehirns bleibt ein Leben lang erhalten. Auch als Erwachsene können wir uns noch gut in unbekannte Themen einarbeiten - wenn wir die richtigen Strategien wählen.

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Noch mal ein Studium beginnen? Französisch für den nächsten Urlaub lernen? Sich im Job in ein neues Fachgebiet einfuchsen? Wenn es darum geht, Neues zu lernen, zögern viele Erwachsene. Sie befürchten, dass ihre Merkfähigkeit und Auffassungsgabe nicht mehr so gut sind wie zu Schul- oder Studienzeiten.

Doch diese Sorge ist unbegründet. Lernforscher und Kognitionspsychologen sind sich heute einig, dass wir lebenslang Neues lernen können. "Unser Gehirn behält seine Plastizität ein Leben lang bei", sagt etwa der Neurowissenschaftler Gerd Kempermann von der Technischen Universität Dresden, der die Neubildung von Nervenzellen erforscht. Kempermann ist der Meinung, dass es unser Gehirn effektiv stärkt, wenn wir es mit neuem Wissen füttern und vor neue Herausforderungen stellen.

Es spricht also nichts dagegen, sich immer wieder in neue Wissensgebiete zu stürzen. Im Gegenteil: So trainiert man das Gehirn wie einen Muskel.

Doch viele Menschen tun sich mit dem Lernen generell schwer und wissen nicht, wie sie sich neues Wissen überhaupt aneignen sollen. Der Schlüssel zur Fortbildung liegt darum vor allem in schlauen Techniken und Strategien, mit denen man sich das Lernen erleichtern kann. SPIEGEL WISSEN und SPIEGEL ONLINE haben zusammen mit Aljoscha Neubauer, Professor für Differenzielle Psychologie an der Universität Graz, ein Training entwickelt, mit dem Sie intelligenter lernen können.

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insgesamt 9 Beiträge
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fallobst24 15.09.2017
1. Artikel im Jahr 2017
Man klickt auf einen Artikel und erwartet doch glatt einen Artikel, der die Überschrift und den Teaser-Text aufgreift? HAHAHA. Denkste... Nein im Ernst, gib uns deine Email und wir schicken dir dann in einer Woche ne Mail. Großes Tennis SPON. Die Tatsache, dass die Leute für diese "Arbeit" auch noch bezahlt werden, ist ein Witz. Ciao.
Newspeak 16.09.2017
2. ...
Mal ehrlich, Leute, die meinen, man kann lebenslang gleich gut lernen, haben das offenbar noch nicht gemacht.
murksdoc 16.09.2017
3. Mein Gehirn ist ein Lichtschalter, kein Muskel
Im Prinzip ja, ABER: Im Gehirn werden über Rezeptormechanismen bestimmte Kanäle vom Zell-Inneren zum Äusseren geöffnet (oder geschlossen) und dadurch Spannungen erzeugt. Diese On/Off States entsprechen den Einsen und Nullen eines Computers. Jede Kombination aus hunderten von Millionen von Einsern und Nullen ist ein Gedanke, ein Sinneseindruck, ein Gefühl, eine Idee. Wenn man sich vorstellt, man müsste diese Einsen und Nullen mit Lichtschaltern erzeugen, die rasend schnell ein- und ausgeschaltet werden, dann kann man sich vorstellen, dass nach einer gewissen Zeit eine gewisse Zahl davon klemmen wird, obwohl sie garnicht kaputt sind. Wie repariert man einen klemmenden Lichtschalter? Indem man erstmal ein paarmal hin- und herschaltet, um ihn wieder gängig zu machen. Genau das macht das Gehirn auch. Leider geht dabei aber nicht das Licht an und aus, sondern es werden Einser und Nullen erzeugt, die irgendwelchen Sinneseindrücken oder Gedanken entsprechen. Diese würden das Realitätsempfinden eines Lebewesens zerstören. Also schaltet man das Bewusstsein, während alle anderen Organe, einschliesslich des Unterbewusstseins, weiter wach bleiben, einfach aus. Das nennt man "Schlaf". Die durch die Reparaturarbeiten erzeugten Gedanken nennt man "Traum". Wird das beim Wachen gemacht, weil es der Schlafmechanismus ist, der "klemmt", hat man "Halluzinationen", hört Stimmen (das sind die Einser und Nullen). Man nennt das dann "Psychose" oder "Schizophrenie". Kann man die Schalter garnicht mehr gängig machen, klemmen immer mehr davon endgültig. Das nennt man "Alzheimer" oder "senile Demenz". Lebenslanges Lernen hält diese Eins/Null- Schalter gängig. Das ist nicht wie bei einem Muskel. Eher wie in einer computergesteuerten Oper an Weihnachten.
brucewillisdoesit 16.09.2017
4. Merküwrdige Einstellung
Zitat von NewspeakMal ehrlich, Leute, die meinen, man kann lebenslang gleich gut lernen, haben das offenbar noch nicht gemacht.
Nein, es ist eher so, daß die Leute meinen es ginge nicht, es eben nie praktiziert haben. Das die kognitiven Fähigkeiten (in diesem Fall der IQ) mit zunehmendem Alter nachlassen ist keine Frage sondern eine biologische Tatsache, das beginnt gemäß HAWIE bereits so um das 27te Lebensjahr. Das heißt aber nicht, daß damit auch zwangsweise die Lernfähigkeit abnimmt. Das ist primär eine Sache der Übung. Ähnlich wie Marathon laufen Z.B. ein Zweitstudium mit 60 zu beginnen und auch erfolgreich abzuschließen sollte selbst für intellektell Normalbegabte mit dann 60 Jahren Erfahrung und nach 60 Jahren kontinuirlichem Lernen um ein deutliches einfacher sein, als das Erststudium mit 18 wenn man nicht die geringste Ahnung hat, wie das Reservat Uni und wissenschaftliches Arbeiten überhaupt funktioniert, man generell noch eher unerfahren und unsicher ist und erheblich höheren psychischen Druck hat sein gesamtes zukünftiges Leben nicht durch Scheitern zu versauen. Wer hingegen nach der Hauptschule eine Lehre gemacht und den Rest seines Lebens mit Bier, Fußball, Urlaub, einem Routine-Job und RTL gucken verbracht hat, wird sicherlich spätestens mit 45 ernsthafte Lernprobleme haben. Sollte aber auch keinen wirklich verwundern.
Worldwatch 16.09.2017
5. Im Alter ...
... steht dem nach wie vor Wiss- wie Lernbegierigen eigentlich nur eins im Wege; vorhandenes, oder vorhanden geglaubtes Wissen, sowie vor allem -bei dem ein oder anderen Zeitgenossen- Erfahrungen und Lebenseinstellungen. Junge, lebensunerfahrene, aber lern-aufnahmefähiger Menschen haben den Vor-, wie aber auch Nachteil, recht unkritisch, aber eben auch naiv, Lernstoff in sich hinein zu fressen. Unternehmen schätzen diese naive (Ver-)Formbarkeit, (Ver-)Biegbarkeiten junger Menschen. Während ältere, erfahrene MA zwar alles erlernen können, aber wg. ihrer kritischen Hinterfragungen nicht jeden Nonsens, die ihm Unternehmen reichen, einfach schlucken. Junge lernfähige, das kann man vielleicht so sagen, lassen sich besser im Interesse von Unternehmen über den Tisch ziehen, ausnutzen.
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