Israel 2000 Jahre alte Grabkammer entdeckt

Am See Genezareth sind Arbeiter auf eine Grabkammer aus der Römerzeit gestoßen. Wahrscheinlich diente sie einer reichen Familie als letzte Ruhestätte.

Miki Peleg/Israelischen Altertumsbehörde /dpa

Israelische Bauarbeiter haben eine rund 2000 Jahre alte Grabkammer am See Genezareth in Israel entdeckt. Der Eingang der rund zehn Meter unter der Oberfläche liegenden Höhle wurde von einem Bagger in Tiberias freigelegt, bestätigte eine Sprecherin der Israelischen Altertumsbehörde am Montag.

Die Grabkammer aus der Römerzeit sei schätzungsweise zwei Meter hoch und habe neben einem Eingangsraum und einer zentralen Kammer vermutlich mehr als zehn Grabnischen. In den Nischen wurden die Toten beerdigt.

Bunt verputzte Eingangskammer

"Die Höhle muss als Grabkomplex für eine Familie gedient haben, die in der Stadt Tiberias oder in einem der angrenzenden Dörfer gelebt hat", sagte Jair Amizur von der Altertumsbehörde. Tiberias wurde nach Angaben der Altertumsbehörde vor 2000 Jahren gegründet, im Jahre 18. Sie ist nach dem römischen Kaiser Tiberius benannt. Die Stadt liegt am Ufer des Sees Genezareth im Norden Israels.

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2000 Jahre alt: Letzte Ruhestätte aus der Römerzeit

Die Eingangskammer der Grabkammer ist bunt verputzt, wie die Altertumsbehörde mitteilt. Außerdem gibt es verzierte Knochenkisten aus Stein und Keramik, in die später die Knochen der Toten gelegt wurden. Die Grabnischen wurden mehrfach verwendet.

Die Grabkammer sei "ein fast einzigartiger Fund in diesem Gebiet", berichtet Amizur. Die Arbeiten am Kalkstein seien in hoher Qualität ausgeführt worden, die Dekorationen aufwendig, die Inschriften auf Griechisch. Dies alles deute auf eine reiche Familie hin.

jme/dpa

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