Wissenschaftlicher Jahresrückblick: Königliche Knochen, dramatische Diagnose, kosmischer Kracher

Explosion des Tscheljabinsk-Meteoriten: Kracher aus dem All Zur Großansicht
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Explosion des Tscheljabinsk-Meteoriten: Kracher aus dem All

2013 war ein aufregendes Jahr für Forscher: Sie haben die Gebeine König Richards III. identifiziert, erstmals embryonale Stammzellen des Menschen geklont und einen Blick auf das erste Licht des Weltalls geworfen. Für die größte wissenschaftliche Debatte sorgte ausgerechnet Angelina Jolie.

2012 war die Frage nach der Entdeckung des Jahres einfach zu beantworten: Es war der Nachweis des Higgs-Bosons, der folgerichtig in diesem Jahr mit dem Physik-Nobelpreis gekürt wurde. 2013 gab es dagegen kein einzelnes Forschungsergebnis, das alle anderen überstrahlt hätte - was allerdings keinesfalls bedeutet, dass Forscher ein langweiliges Jahr verlebt hätten.

Insbesondere Astronomen hatten eine Menge zu tun. Am Morgen des 15. Februar donnerte ein Meteorit über den Himmel Russlands und explodierte über der Stadt Tscheljabinsk. Die Druckwelle beschädigte rund 3700 Gebäude und zerstörte Abertausende Fensterscheiben. Etwa 1500 Menschen wurden verletzt, gestorben ist zum Glück niemand. Dennoch zeigte das Ereignis, dass die Gefahr durch Meteoriten real ist.

Weniger gefährliche, dafür umso schöner anzusehende Himmelsspektakel gab es danach gleich mehrfach: Im Frühjahr war der Komet "PanStarrs" mit bloßem Auge zu erkennen, im Herbst folgte "Ison", und danach zeigte "Lovejoy" seinen Schweif. Zudem geriet die "Planck"-Mission der Esa zum Erfolg: Das Weltraumteleskop hat einen Blick auf das erste Licht des Universums geworfen.

Auch abseits des Astronomie gab es beeindruckende Ereignisse: Forscher identifizierten in England gefundene Knochen als die von König Richard III. - und rekonstruierten auch gleich das Gesicht des Herrschers. Der Uno-Klimarat IPCC hat nach sechs Jahren seinen nächsten Sachstandsbericht vorgelegt, in dem unter anderem die mysteriöse Temperaturentwicklung der vergangenen Jahre behandelt wurde. Und die US-Schauspielerin Angelina Jolie hat mit ihrer vorsorglichen Brustamputation die wohl größte medizinische Debatte des Jahres ausgelöst.

SPIEGEL ONLINE gibt einen Überblick über die wichtigsten Wissenschafts-Ereignisse des Jahres 2013.

mbe

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1. Tscheljabinsk
hartmut_s 25.12.2013
Seit am selben Tag, an dem der von Astronomen lange angekündigte Vorbeiflug eines größeren Asteroiden stattfand, unabhängige davon der Meteor über Russland explodiert ist, kann mir niemand mehr erzählen, es gäbe keinen Zufall...
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