Klima-Bilanz Was bringt der Verzicht auf Auto, Reisen, Fleisch?

Jeder kann dazu beitragen, die Erderwärmung zu stoppen. Nur wie viel machen Fleisch- und Autoverzicht tatsächlich in der Treibhausgas-Bilanz aus? Probieren Sie es aus.

Fahrrad statt Auto - lohnt sich das fürs Klima?
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Fahrrad statt Auto - lohnt sich das fürs Klima?

Ein Beitrag aus der Themenwoche "Umwelt" von


Wo steht Deutschland: bei der Integration von Flüchtlingen, dem Umweltschutz, der sozialen Gerechtigkeit? Wir wollen es herausfinden - und berichten in sieben Themenwochen über Deutschland im Wahljahr 2017.
Einen Überblick finden Sie hier.

Die Prognosen sind düster. Ob sich die Erderwärmung auf maximal zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit wird eingrenzen lassen, ist umstritten. Einige Inselstaaten fürchten ohnehin, dass die Grenze nicht reicht, um ihren Boden vor dem Untergang im Meer zu schützen. Zudem hat US-Präsident Donald Trump entschieden, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen. Sein Land liegt bei den CO2-Emissionen nach China weltweit immerhin auf Platz zwei.

Umso wichtiger erscheint es, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Laut dem CO2-Rechner des Umweltbundesamts (UBA) produziert jeder Bürger in Deutschland durchschnittlich 11,6 Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr. Zur besseren Vergleichbarkeit wird die Klimawirkung von anderen Treibhausgasen wie Methan oder Lachgas in Kohlendioxid (CO2) umgerechnet. Experten sprechen dann von CO2-Äquivalenten.

Umweltschutzorganisationen rufen deshalb dazu auf, bewusster einzukaufen, am besten saisonal und regional. Sie empfehlen, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Städter sollten aufs Auto verzichten. Häuser werden saniert, um weniger Öl und Gas zu verbrauchen; Kippschalter an Mehrfachsteckdosen, die auch dem letzten Gerät im Standby den Saft abdrehen, gehören bei vielen zum Standard.


Hintergrund zum CO2-Rechner

Die Daten stammen vom Statistischen Bundesamt und sind in der Regel etwa zwei Jahre alt. Die Firma "KlimAktiv" kümmert sich gemeinsam mit Forschern vom Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg um die Berechnungen für den CO2-Rechner.


Viele der Maßnahmen lohnen sich unabhängig vom Klimaschutz, weil sie Geld sparen. Aber lässt sich so auch die Welt retten?

Mithilfe der Schieberegler unten können Sie schätzen, wie die jeweilige Maßnahme die Treibhausgas-Bilanz eines Menschen in Deutschland verändert - und erfahren anschließend, was sie tatsächlich nutzt. Sie starten dabei immer mit dem Durchschnittswert von 11,6 Tonnen CO2-Äquivalent und raten, auf welchen Wert sich dieser erhöht oder verringert.

Die eingefärbten Balken in den Antworten zeigen an, wie andere Nutzer getippt haben. Alle Angaben beziehen sich auf einen Mann im Alter zwischen 30 und 59 mit einem Gewicht von 72 Kilo.



insgesamt 131 Beiträge
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Seite 1
robertreagan 13.08.2017
1. Groteske Aufforderung
Statt hier auf alles zu verzichten, lasst uns lieber zusammenlegen und ein paar Rauchgasents hwefelungsanlagen für chinesische Kohlekraftwerke finanzieren. Das ist viel effektiver, als hier den Spartaner zu geben.
smoker1960 13.08.2017
2. Verzicht auf Kinder
Wer auf Kinder verzichtet leistet einen unglaublich hohen Beitrag zur Verhinderung des Klimawandels. Dafür können dann die grünen Femiglobalaktivistinnen ihren Nachwuchsinnen eine SUV-Fahrt zur Tanzschule gönnen!
eugler 13.08.2017
3.
Solange die CO2-Thematik weiterhin mit Umweltschutz verbunden wird, kann es keine Fortschritte geben. Es führt stets zur Verlagerung zu einer neuen Verschmutzung. Wir sind nunmal existent und solange wir uns nicht selber abschaffen wollen, ist beispielsweise eine Ausrichtung auf das Gemeinwohl und ein intelligentes Verursacherprinzip sinnvoll.
Putenbuch 13.08.2017
4. Zu kurz gedacht...
Zitat von robertreaganStatt hier auf alles zu verzichten, lasst uns lieber zusammenlegen und ein paar Rauchgasents hwefelungsanlagen für chinesische Kohlekraftwerke finanzieren. Das ist viel effektiver, als hier den Spartaner zu geben.
Chinas Energie wird zu mindestens einem Drittel für Exportgüter verbraucht. Übrigens rüstet China gerade stark auf Solarenergie um - im Gegensatz zu den USA. Auch wenn Deutschland nicht direkt den größten CO2-Ausstoß aufweist, so tragen wir doch durch unseren Konsum weltweit zur Umweltzerstörung bei.
mrrich 13.08.2017
5. Alles gar nicht so schlimm, bis
auf Flugreisen. Dies Ergebnis hat mich wirklich überrascht. Nach dem Dieseltod sollten wir den Touristikunternehmen unsere ganze Aufmerksamkeit widmen.
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