Kurskorrektur Atlantis bringt ISS in höhere Umlaufbahn

Die Besatzung des Shuttles hat in der Nacht zum Mittwoch damit begonnen, das Orbit der Station anzuheben. Commander James Halsell und Pilot Scott Horrowitz zündeten dazu die Steuerdüsen der Atlantis. Die anderen Crew-Mitglieder sind weiter damit beschäftigt, Versorgungsgüter in die ISS umzuladen.


Die Raumstation ISS und das Space Shuttle Atlantis
AP

Die Raumstation ISS und das Space Shuttle Atlantis

Cape Canaveral - Die Steuerdüsen der Atlantis wurden in der Nacht innerhalb von 58 Minuten 27 Mal gezündet. Bis das Shuttle die Station am Freitag wieder verlässt, soll das Kurskorrektur-Manöver noch mindestens zwei weitere Male durchgeführt werden. Es war nötig geworden, weil sich die Erdatmosphäre wegen verstärkter Sonnenaktivität ausgedehnt hatte und die ISS dadurch wöchentlich etwa 2,5 Kilometer an Höhe verlor. Eine Kopplung mit dem russischen Wohnmodul Swesda, das im Sommer startet, wäre dadurch unmöglich gewesen. Die neue Umlaufbahn soll nun bei rund 380 Kilometern liegen.

James Voss (rechts) and Susan Helms (links) transportieren eine der defekten russischen Batterien aus der ISS
DPA

James Voss (rechts) and Susan Helms (links) transportieren eine der defekten russischen Batterien aus der ISS

Die Reparatur- und Versorgungsarbeiten in der ISS gehen indessen weiter. Die Amerikaner Susan Helms und James Voss sowie der Russe Jurij Usachew sind mit Aufgaben im russischen Zarya-Modul beschäftigt. Sie haben unter anderem zwei von vier defekten Batterien ausgetauscht. Eine der beiden wurde nach Angaben der Nasa bereits vom Solarmodul der Station geladen und ist betriebsbereit.

Die weiteren Besatzungsmitglieder laden im Verlauf der Mission Versorgungsgüter aus der Ladebucht des Shuttles in die Station um. Bislang hat die Crew knapp 600 Kilogramm Ausrüstungsgegenstände, vom Müllbeutel über Rauchmelder bis hin zu Weltraumbekleidung, in die ISS gebracht. Bis Freitag müssen weitere 1000 Kilogramm bewegt werden.



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