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Leichen aus Helvetier-Zeit: Vorfahren der Schweizer aßen vermutlich Menschenfleisch

Aufschlussreiche Ausgrabungen: Forscher haben in der Nähe von Lausanne zwei verstümmelte Leichen aus der Helvetier-Zeit gefunden. Die 2000 Jahre alten sterblichen Überreste legen nahe, dass die Vorfahren der Schweizer Kannibalen waren.

Genf - Archäologen fanden an der Ausgrabungsstätte Mormont in der Nähe von Lausanne zwei Leichen von Erwachsenen, die Anzeichen von Kannibalismus aufwiesen, wie Schweizer Zeitungen am Donnerstag berichteten. Die Leichen seien verstümmelt gewesen, die Knochen angebrannt. "Wir nehmen an, dass sie gebraten und gegessen wurden", sagte ein Archäologe. "Auf jeden Fall wurden sie wie Tiere behandelt."

Der Chefarchäologe des Kantons Waadt, Denis Weidmann, sagte, es sei noch zu früh, um Schlüsse zu ziehen. Es sei aber möglich, dass sich die Mitglieder des keltischen Volksstamms der Helvetier ab und zu ein Stück Menschenfleisch genehmigt hätten.

Der römische Feldherr Julius Cäsar habe in seinen Büchern über den "Gallischen Krieg" bereits die barbarische Praktiken der keltischen Stämme beschrieben. Bislang seien aber noch keine archäologischen Beweise für Kannibalismus bei den Helvetiern gefunden worden, sagte Weidmann weiter.

Seit 2006 wurden bei den Ausgrabungen in Mormont mehr als 250 Grabstätten mit den sterblichen Überresten von Menschen und Tieren entdeckt. Der Ort gilt als eines der größten Heiligtümer der Kelten.

han/AFP

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