Physik-Nobelpreisträger Born "Ich rate allen jungen Wissenschaftlern ab, sich der Atom-Physik zuzuwenden"

Er war ein begnadeter Physiker, Nobelpreisträger und Duzfreund Albert Einsteins: Max Born hat mit seiner Forschung zur Quantenmechanik Geschichte geschrieben. Heute feiert Google seinen 135. Geburtstag.

Physik-Nobelpreisträger 1954: Max Bothe (l.) und Max Born
DPA

Physik-Nobelpreisträger 1954: Max Bothe (l.) und Max Born


"Ich rate allen jungen Wissenschaftlern ab, sich der Atom-Physik zuzuwenden. Die Politiker machen Unsinn daraus, sie machen Bomben."
Max Born

Wer an diesem Montag die Startseite von Google aufruft, sieht einen älteren Mann mit weißem Haar und Karo-Jackett, der sich über jede Menge Blätter beugt, auf denen Formeln gekritzelt sind. Damit würdigt das Unternehmen einen großen Physiker: Max Born. Er wäre am Montag 135 Jahre alt geworden.

Geboren wurde er in Breslau. Später studierte er Rechtswissenschaften und Moralphilosophie, danach Mathematik, Physik und Astronomie. Von 1921 bis 1933 arbeitete Born als Professor in Göttingen, er entwickelte dort gemeinsam mit Kollegen große Teile der modernen Quantenmechanik. 1954 bekam Born den Nobelpreis für Physik verliehen, für "die Begründung einer neuen Art, über Naturerscheinungen zu denken". Viele weitere Auszeichnungen sollten im Lauf seiner Karriere folgen.

Google Doodle zu Max Born
Google

Google Doodle zu Max Born

Während des Zweiten Weltkriegs emigrierte Born nach Großbritannien - er hatte jüdische Vorfahren. Erst 1953 kehrte er nach Deutschland zurück. Born war eng mit Albert Einstein befreundet, dessen Violin-Hausmusik er am Klavier begleitete. Der Briefwechsel der beiden wurde als Buch veröffentlicht.

1957 unterzeichnete Born gemeinsam mit 17 weiteren deutschen Naturwissenschaftlern das sogenannte Göttinger Manifest. Die "Göttinger 18", unter ihnen auch Werner Heisenberg und Otto Hahn, forderten, die Planungen zur atomaren Bewaffnung der Bundeswehr aufzugeben. Schon im Sommer 1955 hatte Born erklärt, das Atom schließe "zugleich eine fürchterliche Drohung und eine strahlende Hoffnung in sich ein: die Drohung der Selbstvernichtung der Menschheit, die Hoffnung auf ein 'Paradies auf Erden'".

aar



insgesamt 2 Beiträge
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smartphone 11.12.2017
1. Er sollte das ausdehnen auf
die gesamten Ingenieurswissenschaften ..... und sogar IT..... Alle Macht den VoWi und BWLern nebst Neocondenke , die den stillen,modernen Krieg gegen die Menschen längst praktizieren -- Wer sich das System genauer ansieht erkennt das . Der aktuelle Götze heißt Bitcoin
Farhangfar 11.12.2017
2.
Bitte korriegieren: "Walther (Wilhelm Georg) Bothe" statt "Max Bothe" !
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